Posts Tagged ‘Selbstporträt’

Ein paar Porträtvorbereitungen

Samstag, 10. März 2012 - Torsten Winkler

Um mich auf künftige Porträtfotos vorzubereiten habe ich angefangen, meinen Lichtaufbau auszutesten. Ich versuche mir so für unterschiedliche Situationen einen Aufbau zu erarbeiten, auf den ich sicher zurückgreifen kann. Also in welcher Höhe, in welchem Winkel und Abstand will ich den Blitz haben, wie muss dieser eingestellt sein (z.B. unterschiedliche Zoomstufen, Blitzstärken, Anordnung zum Lichtformer etc.).

Beim Fotografen Matthew Jordan Smith habe ich dazu eine gute Anweisung gefunden. Als erstes soll man sich nur einen Lichtformer zulegen und diesen dann aus dem FF beherrschen lernen. In meinem Fall ist das ein simpler, günstiger Durchlichtschirm. Mit diesem Lichtformer soll man dann Testreihen machen und dabei Abstand, Höhe und dergleichen ausmessen und dokumentieren. So erhält man eine Referenz, auf die man dann zurückgreifen kann. Sobald ich ein Model gefunden habe, dass sich dafür hergibt und mal wieder etwas Zeit finde, freue ich mich schon auf diese Aufgabe.

Als kleine Vorbereitung hatte ich das schon mal im Selbsttest ausprobiert, was sich jedoch etwas schwierig darstellt. Gleichzeitig Fotograf, Model und Lichttechniker zu sein ist schon eine Herausforderung. Aber einen klassischen Aufbau habe ich mit meinen Mitteln ausgetestet. Oft sieht man diesen bei Beauty-Fotos – da jedoch mit einem Beautydish oder einer Softbox. Die Lichtquelle kommt über die Kamera und unter dem Bildrand wird ein Reflektor positioniert, der Schatten von unten aufhellt. Nach einigen Experimenten mit verschiedenen Abständen und Blitzeinstellungen, war ich mit dem Ergebnis zufrieden.

1/200 s # f 5,6 # iso 400 # 50 mm + Blitz

Frohes Fest

Samstag, 24. Dezember 2011 - Torsten Winkler

Ich möchte allen meinen Blog-Lesern ein frohes und besinnliches Fest wünschen.

Gerade letzteres wird immer mehr zur Farce. Im Beruflichen muss alles noch schnell fertig werden, da das Jahr blad rum ist. Im Privaten kommt der Geschenke-Stress (der bei mir zum Glück mehr Bastel-Stress ist, da ich Menschenmassen meide). Und hier und da geht auch mal was schief und dann ist man schnell mal alles andere als besinnlich … Doch wir wollen nicht meckern und zur kleinen Aufmunterung kurz vorm geplanten Glück unterm Baum uns ein Weihnachtsselbstportät von mir anschauen …

Frohe Weihnachten! Hohoho!

Ein Testfoto wird zum Selbstporträt

Sonntag, 30. Oktober 2011 - Torsten Winkler

Ich kann ja nun nicht immer nur Landschafts-/Naturfotos zeigen. Vor allem, weil ich mehr als genug andere Sachen mache. So z.B. Fotos mit Menschen. Und bei den Vorbereitungen für unser WG-Foto ist unter den Testfotos ein hübsches hervorgestochen. Ich hätte ja gern, dass es wegen dem überragenden Topmodel glänzt, doch das ist reines Wunschdenken. Nein, ich bin überhaupt nicht eitel.

Die Ergebnisse der Fotoaktion muss ich mir erst noch für die Veröffentlichung freigeben lassen (sonst kann ich nicht mehr ruhig wohnen!), daher nur dieses eine für heute. Mein aktuellstes Selbstporträt:

Automatik gegen Manuell

Dienstag, 8. Februar 2011 - Torsten Winkler

Schon mit meinen ersten Fotoschritten – also noch weit im vorigen Jahrtausend zurück – habe ich gelernt, alle Einstellungen an der Kamera per Hand vorzunehmen. Ok, an den von mir verwendeten Apperaten gab es keine andere Möglichkeit. Hätte ich damals schon die Option Automatik gehabt, würde ich heute vielleicht anders fotografieren.

Heute, ein viertel Jahrhundert später, sind die technischen Möglichkeiten viel größer und ausgereifter. Wenn ich mir so anschaue, welche Programmvarianten meine Kamera erlaubt, dann ist das schon sehr beeindruckend. Doch trotzdem fotografiere ich ausschließlich Manuell. Zum einen liegt dies darin begründet, dass ich die genaue Kontrolle über alle Variablen haben möchte, die meine Fotos beeinflussen und nie im Hinterkopf haben will, dass mich eventuell die Technik gerettet hat. Ich will die volle Verantwortung für das Ergebnis haben.

Zum anderen erschließen sich mir in keinster Weise die Vorteile der Automatik. Das Problem liegt darin, dass kein Belichtungsmesser unterscheiden kann, ob das Licht, welches er misst von einer weißen Fläche bei wenig oder von einer schwarzen Fläche bei viel Beleuchtung reflektiert wird. Daher nimmt jeder Belichtungsmesser an, das einfallende Licht kommt von einer genormten grauen Fläche. Wer schon mal in der Realität war, der weiß, dass es recht wenige Flächen gibt, die ein Normgrau besitzen.

Für die Programmautomatik heißt das nun, dass sie von einer ungenauen Lichtmessung ausgehen muss. Dieser gemessene Wert bestimmt nun aber, welche Einstellungen je nach Automatikprogramm vorgenommen werden. Wenn ich also mit Programmautomatik fotografiere muss ich bei jeder Aufnahme im Hinterkopf haben, dass die Sensoren Normgrau wollen. Als Fotografierer will ich jedoch in den seltensten Fällen ein derartiges Bild. Und nun muss ich selber den Unterschied der realen Szene zum Normgrau “berechnen” und als Belichtungskorrektur eingeben. Bei jedem Bild muss ich aufpassen, ob sich der Grauwert der vom Belichtungsmesser erfassten Objekte nicht von denen im vorhergehenden Bild unterscheidet (weil dann muss ich die Korrektur ja neu einstellen).

Dieses Vorgehen ergibt für mich keinen Sinn. Wenn ich fotografiere, dann stelle ich meine Kamera in einer neuen Situation/Umgebung für die vorherschende Lichtsituation manuell ein. Als ersten Anhaltspunkt nutze ich den Belichtungsmesserwert und korrigiere die Belichtung solange, bis die Ergebnisse auf dem LCD (oder Histogramm) meinen Wünschen entsprechen. Und ab dann kann ich z. B. in einem Raum helle und dunkle Flächen fotografieren, ohne mir jedes mal Gedanken zu machen, wie ich denn nun die Belichtungskorrektur einzustellen habe. Alle paar Bilder kontrolliere ich, ob die Einstellungen noch stimmen (das Licht kann sich leicht geändert haben, ohne das es aufgefallen wäre). Prinzipell habe ich so weniger Arbeit, als mit der Automatik – was absurd ist, weil die Automatik ja eigentlich dafür gedacht ist, die Arbeit zu erleichtern.

Hat jemand von euch andere Vorgehensweisen oder kann mir die Programmvorteile irgendwie plausibel erklären?

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Als Fotos habe ich mal zwei uralte Bilder herausgekramt. Leider habe ich derzeit keine größeren Scanns. Die Dateien sind irgendwo sicher gespeichert, nur halt an einer Stelle, wo ich sie gerade nicht finde. Beides sind Aufnahmen mit Selbstauslöser. Somit waren recht viele Versuche nötig, in etwa die Fotos von mir im Flug hinzubekommen, die ich mir ausgedacht hatte.

Leckeres Jahresende

Freitag, 31. Dezember 2010 - Torsten Winkler

Zum Abschluß des Jahres 2010 will ich noch die Erfüllung einer Aufgabe vermelden. Ich hatte von Julia W. (fleißige Mitleserin) einen Kalender gebastelt bekommen in welchem mir Aufgaben für jeden Monat gestellt werden. Die erste Aufgabe war eine Koch-Foto-Kombinationsaufgabe. Sie lautete in etwa: Lade Freunde zum Essen ein und probier ein neues Rezept aus. Halte das Kochen und Essen fotografisch fest. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ganz passabel kochen kann und somit war diese Aufgabe kein Problem. Eingeladen habe ich meine Mitbewohnerin und ihren Freund.

Es gab “pürierte Gemüsesuppe” – das Rezept war ziemlich frei gehalten (was man für Gemüse verwendet). Ich habe mich für Brokkoli und Möhren entschieden. Also zuerst eine Gemüsebrühe gekocht (laut Rezept soll man Fleischbrühe verwenden, meine Gäste sind aber Vegetarier), da ich Anrührsuppen meide (meist werden da Glutamate in der einen oder anderen Art verwendet). Dann das klein geschnittene Gemüse mit Kartoffeln andünsten und in der Brühe weich kochen. Anschließend pürieren und mit Sahne (ich nehm gern Sojasahne, erstens wegen der “wertvolleren” Eiweiße und zweitens wegen dem Geschmack – die schmeckt leicht nussig) verfeinern. Ging recht flott und war keine Schwierigkeit. Das Ergebnis war eine Suppe, die irgendwie zwischen Kartoffel- und Kürbiscremesuppe anzusiedeln ist. War ausgesprochen lecker.

Also auch wenn ich gern koche und gern fotografiere, so kommen für mich die beiden Sachen nicht zusammen. Beim Kochen will ich mich auf das Essen konzentrieren können und habe meist eh keine Zeit für irgendwas anderes, weil ich gerade so alles fast noch rechtzeitig fertig bekomme. Daher habe ich von bisherigen Kochereien keine Fotos gemacht und werde das auch demnächt nicht ändern (glaube ich zumindest).

Die Gesichter meiner Gäste muss ich im übrigen entschuldigen – die zwei wollten mir “die Suppe versalzen” und möglichst schlimme Gesichter ziehen – damit mir niemand glaubt, das es geschmeckt hat. Aber das ist mir egal, zur Rache zeigt ich die Fotos :)

Nun wünsche ich allen noch einen guten Jahreswechsel und ein gesundes neues Jahr.
Euer Torsten Winkler