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Jahresendauswertung für 2011

Mittwoch, 4. Januar 2012 - Torsten Winkler

Vor einem Jahr hatte ich einen Jahresausblick (klick) gegeben – mit Zielen, Wünschen und Ideen. Da wollen wir doch mal einen Vergleich machen. Was ist wie geworden und ob überhaupt. Pläne einfach nur so in den Raum stellen bringt nichts, wenn man dann nicht überprüft, korrigiert oder ganz umplant. Es ist nicht schlimm, wenn sich Pläne oder Ziele ändern – das ist ein normaler Prozess des Lebens. Wichtig ist, Ziele zu haben und sich neue zu stecken. Das nur so als kleine Vorbemerkung.

Ausstellung

Die erste Ausstellung an der ich teilgenommen habe war erfolgreich (sofern man das beurteilen kann). Sie hat unter anderem dazu geführt, dass ich ein längerfristiges Projekt zum Cospudener See angefangen habe. Auch die Reaktionen auf meine Bilder fand ich sehr interessant. Die gleiche Ausstellung geht jetzt übrigens auf Tour (Vernissage am 11.1. 16Uhr im Parkkrankenhaus Leipzig). Gegen Ende des Jahres wird sie auch im Berggut in Holzhausen hängen.

Selber habe ich auch schon ein paar Vorbereitungen für eigene Ausstellungen getroffen und werde daran dieses Jahr weiter arbeiten. Doch 2012 wird wohl noch keine eigene Ausstellung fertig werden. Wir werden sehen …

Experimente

Die abstrakten Experimente habe ich weiter betrieben, weniger als möglich gewesen wäre, doch mit recht tollen Ergebnissen (einige muss ich noch zeigen). Auch da werde ich dran bleiben und wohl noch eine ordentliche Schippe drauf legen.

Kinderfotografie

Dieser Bereich geht langsam voran, aber mit immer größer werdendem Tempo. So habe ich meine Webseite Kinderfotografie Leipzig gestartet, bin einer Kinderfotografenvereinigung beigetreten und hatte in deren Auftrag bereits zweimal fotografiert (näheres werde ich berichten, wenn ich mal Fotos veröffentlichen darf, was bisher leider nicht der Fall war). Gegen Ende des Jahres habe ich mich dann auch an einen Bereich herangetraut, mit dem ich eigentlich nicht ganz grün zu sein glaubte – Babyfotografie. Auch hier muss ich noch die Ergebnisse zeigen. Und 2012 fing auch gleich mit einem Kinderfotoauftrag an – Bericht wird folgen.

Makrofotografie

Der große Schritt in der Makrofotografie ist noch ausgeblieben, befindet sich aber in der Vorbereitung und wird im Frühjahr umgesetzt. Die ersten Tests dazu sind gelaufen und die wichtigsten technischen Voraussetzungen geschaffen. Das Ziel ist also um eine Kleinigkeit verlängert worden und kommt auf alle Fälle noch.

Materielles

Was die fototechnisch-materiellen Ziele anbelangt, hat mir eine Flaute im letzten Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zumindest aber habe ich mir den geplanten Blitz mit diversen Kleinigkeiten (mehr als ursprünglich gedacht) zugelegt und schon fleißig in Benutzung. Das gewünschte Objektiv war 2011 nicht mehr drin. Mittlerweile ist es auch nicht mehr ganz so wichtig. Falls 2012 ein finanziell erfolgreiches Jahr wird werde ich nochmal drüber nachdenken.

Mein Blog

Er ist leider nicht ganz so bestückt worden wie geplant, jedoch ist es nie ganz eingeschlafen und eine Reihe (für mich) wichtiger Beiträge ist doch entstanden. Schön fand ich die unerwartete Verschenkaktion am Jahresende. Etwas Ähnliches werde ich sicherlich auch künftig hin und wieder durchführen. (Achtung! Dabei geht es nicht um die Erhöhung der Leserzahlen, sondern darum, auch mal etwas weiter zu geben.) Weiterhin sitze ich derzeit an der Theme-Erstellung für verschiedene WordPress-Blogs und ganz sicher wird es 2012 auch eine deutliche Veränderung auf meinem Blog geben.

Bücherstapel

Dieser ist zwar weiter abgearbeitet worden, jedoch viel deutlicher ist er angewachsen. Ich vermute das wird sich auch künftig nicht sehr ändern, was ich nicht sonderlich schlimm finde. Besser zu viele Bücher und nicht alle lesen können, als zu wenige Bücher.

Unvorhergesehen

Ich hatte 2011 auch einige Sachen, die nicht ganz so vorausgeplant waren. So engagiere ich mich im Fotoclub deutlich mehr und bringe Themen und Ideen ein. Derzeit bastele ich an der Webseite für den Fotoclub und es gibt drumherum einiges zu tun.

Ich bin (wie schon erwähnt) einer Vereinigung von Kinderfotografen beigetreten und habe versucht dort einige interne Dinge zu optimieren. Leider habe ich mich dabei an den verkrusteten Hierarchien aufgerieben und habe es dann mehr oder weniger sein lassen. Die Arbeit stecke ich lieber in den Fotoclub, dort fällt sie wenigstens auf fruchtbaren Boden.

Dann habe ich angefangen wieder als Übersetzer zu arbeiten – zumindest was Fotobücher angeht. Das erste Werk ist recht positiv angekommen und ich freue mich auf weitere interessante Bücher. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch deutlich intensiver als geplant mit Blitz beschäftigt und meine frühere Abneigung dagegen verloren.

Auch im grafischen Bereich habe ich mich deutlich weiterentwickelt. Langsam macht sich die Übung und Beschäftigung mit dieser Materie bemerkbar. Sicherlich werdet ihr auch einiges zu sehen bekommen.

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Meine Fotos heute …

Heute will ich den Abschluss eines sehr alten Projekts präsentieren. Vor Ewigkeiten (klick und klick) hatte ich Steine gesammelt und bin dann auf die Idee gekommen (vor allem durch “How to be an Explorer of the World”), farbbezogen vorzugehen. Ich hatte also am Cospudener See Steine von weißlich-gelb bis gelb-rot gesammelt. Diese habe ich dann farblich sortiert (was schwerer ist als es sich anhört!) und alle einzeln fotografiert. Nach der Bildbearbeitung hatte ich 140 Fotos, die ich zu einem großen Poster zusammengestellt habe. Dies hängt nun in 100x70cm an meiner Wand und spaltet die Gemüter. Einige Betrachter können absolut gar nichts damit anfangen und ich habe selten so gleichgültige Reaktionen auf ein Foto erlebt. Andere Betrachter sind fasziniert von den Farben und der Räumlichkeit des Bildes.

Poster Steine (100x70cm)

Stellvertretend habe ich mal 4 der Steine als Einzelbild zum zeigen ausgewählt (was natürlich den anderen gegenüber unfair ist) und das Poster in klein. Dabei muss gesagt werden, dass dieses Poster die spiralförmige Variante der Steine nach Größe sortiert ist. Ich hatte auch andere Varianten probiert, die jedoch eine recht unruhige Wirkung hatten. Für an die Wand wollte ich die räumlichste Wirkung.

Konsument (#15)

Dienstag, 26. Oktober 2010 - Torsten Winkler

HOW TO BE AN EXPLORER OF THE WORLDIch liebe das Buch „How to be an Explorer of the World“ von Keri Smith. Da stehen so viele tolle Ideen drin, die einem zumindest Anregungen geben, wenn man mal nicht weiß was man machen soll (also in der kreativen Richtung). Zu Beginn wird festgestellt, dass viele große Künstler und Wissenschaftler eins gemeinsam hatten – sie waren Sammler. Sie sammelten Dinge, die ihr Interesse weckten und setzten sich mit diesen Dingen dann auseinander. Nicht selten finden sich solche Sammelobjekte auch Einzug in die Werke dieser Menschen. Und je mehr ich über solche großen Köpfe der Menschheit lese/erfahre, umso öfter fällt mir nun genau dieser Punkt auf. Auf irgendeine Art und Weise haben gerade Künstler (das ist derzeit mehr mein Interessengebiet) gesammelt und untersucht, erforscht und nach Neuem gestrebt. Ich bin der Meinung, dass gerade für uns Fotografierenden dieses Sammeln und Forschen zum bedeutenden Baustein einer guten Entwicklung gehört. Daher widme ich mich nun regelmäßig und bewusst diesem Thema.

Mir ist aufgefallen, dass ich schon früher gesammelt und untersucht habe – es aber meist nicht als solches betrachtet hatte. In meinen ersten Schuljahren hatte ich z. B. eine Steinesammlung. Ich hatte lange Zeit Streichholzschachteln gesammelt. Wimpel, Autogramme und Kakteen standen auch hoch im Kurs. Ganz zu schwiegen von all den kleinen anderen Dingen, die ich zusammengetragen habe und die meine Schränke und Schubladen “zumüllten”. Wenn ich mich also nun wieder etwas mehr dem Sammeln und Untersuchen widme, nehme ich den Faden aus meiner Kinder- und Jugendzeit wieder auf anstatt mich zu etwas zu zwingen, was ich nicht bin.

Gestern habe ich mich neben der Arbeit die Aufgabe Nummer 15 aus dem Buch umgesetzt. Diese lautet auf Deutsch: “Zeichne alles auf, was du an einem Tag/in einer Woche konsumierst oder kaufst“. Ich habe mich dafür entschieden, alles zu dokumentieren, was ich am gestrigen Tag konsumiert habe. Da ich die Zeichnung im Buch dazu sehr interessant fand, habe ich mich ebenfalls für das Festhalten per Zeichnung entschieden. Ich hätte auch eine Liste schreiben können, alles Fotografieren oder sonst eine Form der Dokumentation wählen können.

Ich finde recht interessant, wieviel Flüssigkeiten ich zu mir nehme. Und das ich dafür 6 unterschiedliche Gefäße benutzt habe (ich habe für fast jedes Getränk eigene festgelegte Trinkgefäße – also Kaffe nur aus dieser Tasse, Wasser nur aus diesem Glas etc.). Und ich muss feststellen, dass es recht flott ging, diese Aufgabe zu bewältigen. Also nicht alles “Forschen” braucht einen großen Zeitaufwand.

Und was hat mir das nun für die Fotografie gebracht? Nun, ich glaube ich habe mal wieder geübt, meine Umwelt anders wahrzunehmen. In meinen Augen eine wertvolle Übung. Natürlich habe ich auch wieder mal gezeichnet und musste mir somit Gedanken mache, wie man gewisse Dinge einfach bildlich umsetzt. Bei allem habe ich auch immer überlegt, wie ich das fotografisch festhalten könnte. Und vor allem – ich hatte meinen Spaß und eine angenehme Pausenbeschäftigung :)

Vier Seiten

Freitag, 17. September 2010 - Torsten Winkler

Ich mache weiter mit meinem Steinprojekt. Auch wenn ich heute gleich 13 Steine im Portrait zeige und es für den einen oder anderen zuviel ist, so macht es mir Spaß und ich mag die Fotos sehr :) Na und es ist ja mein Blog und mein Ziel ist es, das ich mich regelmäßig mit Fotografie befasse – wenn ich dann das eine oder andere Mal etwas mehr mache, ist das kein Manko für mich.

Ich habe festgestellt, dass die Steine auf den Fotos um einiges schöner rüber kommen, als in der Realität. Auch wenn in der Realität natürlich viele Dinge wirken, die auf den Fotos nicht vermittelt werden können. Je mehr ich mir die Steine ansehe, umso mehr Details entdecke ich und umso mehr gefallen sie mir auch. Vor vielen Jahren – als kleiner Knirps – habe ich auch schon Steine gesammelt. Doch damals war ich nicht ganz so tief auf sie eingegangen.

Das war jetzt ersteinmal der letzte Schwung Steinportraits mit vier Ansichten. An einigen kann ich mich kaum satt sehen. Und wer sich immer noch fragt, was das eigentlich soll und wieso ich sogar der Meinung bin, dass diese Aktivität sich positiv auf meine Fotografie auswirken wird: durch die genaue Beschäftigung mit ähnlichen Objekten (z. B. Steinen) entdeckt man neue Wege Dinge zu unterscheiden und ihre Besonderheiten zu sehen. Diese trainierte Fähigkeit wirkt sich dann auch darauf aus, was man an anderer Stelle wahrnimmt – es erweitert den Horizont der Wahrnehmung. Außerdem musste ich einen Weg finden, die Steine so zu fotografieren, dass ihre Qualitäten auf den Fotos gezeigt werden. Also ich finde, man kann seine Zeit auch deutlich schlechter verbringen …

Ein steiniger Weg

Dienstag, 14. September 2010 - Torsten Winkler

Als ich vor einigen Tagen am Cospudener See den Wolkenzeitraffer aufgenommen habe, musste ich ja irgendetwas sinnvolles in dieser Stunde tun. Also außer nach Wolken schauen und die frische Luft nebst Sonne geniesen. Und da habe ich mich mit einer Aktivität aus dem bereits kurz erwähnten Buch “How to be an explorer of the world” befasst. Da ich bereits viele tolle Ideen aus dem Buch gezogen habe und in den nächten Monaten so oder so ähnlich umsetzen werde, werde ich an anderer Stelle noch genauer auf das Buch eingehen. An diesem Tag habe ich mit Exploration #11 angefangen. Diese Forschungsaufgabe lautet in etwa, dass man mehrere Dinge gleicher Art sammeln und genau betrachten soll – dabei sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Stücken wichtig und sollen dokumentiert werden.

Da ich mich auf einer großen Sandfläche befand, war es naheliegend Steine zu sammeln. Ich habe mir die Aufgabe gestellt, vorwiegend gelblich/rötliche Steine zu sammeln. Hauptsächlich, um sie auch für eine andere Aufgabe verwenden zu können, in der Farben die wichtigste Rolle spielen. Aber das ein anderes Mal … Bei meiner Suche konnte ich nach einer Weile nicht widerstehen und habe auch einige andere Steine mitgenommen, die mein Interesse geweckt haben. Nach etwa einer halben Stunde musste ich aufhören, weil mir immer mehr Steine gefielen und mitgenommen werden wollten. Es ist unglaublich, wie sehr sich die Beobachtungsgabe verändert, wenn man nach bestimmten Dingen sucht.

Heute habe ich den ersten Versuch unternommen, die gefundenen Steine zu fotografieren. Herausgekommen ist eine Portraitreihe mit erstmal nur 6 Steinen, die ich von 4 Seiten fotografiert habe.

Die Steine sind alle mit den gleichen Einstellungen fotografiert und daher auch im gleichen Maßstab abgebildet. In den nächsten Tagen werde ich noch einige der (für mich) interessanten Steine so fotografieren. Dann sind jedoch die über 100 eigentlichen Projektsteine dran, die aber eine andere Behandlung bekommen. Im Endeffekt ist dies auch eine Weiterentwicklung eines Projekts, welches ich im vergangenen Jahr durchgeführt habe. Wer mich über meinvz kennt, der erinnert sich vielleicht noch an mein Projekt “eine handvoll Kaffee“, wo ich 99 Kaffeebohnen portraitiert habe. So in der Art soll es auch den Projektsteinen ergehen … warten wir mal ab :)