‘Basteln’ Kategorie-Archiv

Schöne Bescherung

Montag, 27. Dezember 2010 - Torsten Winkler

Dieses Jahr kam Weihnachten überraschend früh für mich und so hatte ich ziemlichen Zeitdruck mit meinen Geschenken. Doch beinahe fast alles ist noch rechtzeitig fertig geworden – und tatsächlich per Post pünktlich unter den entsprechenden Bäumen gelandet. Da mir die kleinen Basteleien so gut gefallen (und bei den meisten war es wirklich schwer die herzugeben!), will ich als stolzer Fimo-Papa euch natürlich zeigen, was das Licht der Welt erblickt hat.

Ich kann gar nicht sagen, welches mir am meisten gefällt, weil mir alle ans Herz gewachsen sind. Einzig der Laptop, der hat mich nämlich mächtig geärgert. Der sollte auf- und zuklappbar werden, doch ist mir beim Probezusammenbau ein Scharnierstift (heißt das so?) zuweit in die Bohrung am Gelenk gerutscht und lies sich danach nicht wieder entfernen. Somit konnte ich letzte Korrekturen nicht vornehmen und der Bildschirm kann minimal bewegt werden, aber leider halt nicht zugeklappt.

Besonders stolz bin ich ja auch auf die Kamera. Die Empfängerin hatte sich schon des öfteren meine Kamera gewünscht und somit habe ich versucht, diesem Wunsch nachzukommen (damit ich endlich meine Ruhe habe ;) ). Fast alle Knöpfe und Beschriftungen sind wie beim Original und ich muss sagen, am Schluß war es ein sehr komisches Gefühl die Miniatur in Händen zu halten, weil ich fast schon erwartet habe, dass ich damit Fotografieren könnte. :D

Der Weihnachtsbaum ist eine “Hilfsaktion”, weil die Empfängerin meinte, dass sie keinen Weihnachtsbaum aufstellen. Das kann ja wohl nicht angehen und somit sah ich es als meine erste Bürgerpflicht an, ihr einen Weihnachstbaum aufzuzwingen. Von ihr habe ich auch die Ansage bekommen, dass Lila und Silber die Weihnachtstrendfarben in diesem Jahr gewesen sein sollen. Daher musste der Baum und der Weihnachtsmann natürlich in diesen Farben gehalten werden. Das die Kerzen und der Stern leuchten mussten, war natürlich auch klar. Beim Weihnachtsmann war eigentlich eine Mütze eingeplant, jedoch hat er nach dem aufbringen der Haare so niedlich ausgesehen, dass ich die Mütze weggelassen habe.

Die Idee mit den Ohrringen kam mir schon vor einiger Zeit. In Filmen wird dieses Bild ja gern verwendet, wenn jemand zwischen Gutem und Schlechtem hin- und hergerissen ist. Ich bin schon sehr gespannt, wie das in der Anwendung dann aussieht. Ich hoffe genauso lustig, wie ich es mir vorstelle.

Zum Schluß habe ich dann noch auf die Schnelle ein Schneemonster auf Ski basteln wollen, dabei verging jedoch dermaßen viel Zeit, dass ich beinahe die Bescherung verpasst habe. Daher sind die Ski nicht sonderlich toll geworden, aber ich finde das macht hier ausnahmsweise mal nichts aus. Das letzte Bild ist kein Weihnachtsgeschenk, sondern da habe ich für meinen Rasierer eine neue Halterung gebraucht und bin auf die Idee mit dem Monsterkopf gekommen, der das Teil festhält. (Das Bild ist hier in diesem Reigen gelandet, weil ich auf die Zahl 24 kommen musste.)

So, das waren nun, mit einer Ausnahme, alle fertigen Basteleien der letzten Zeit (ein Paar Ohrringe muss noch gezeigt werden, das liefere ich aber demnächst nach).

So ein Gequake

Dienstag, 21. Dezember 2010 - Torsten Winkler

Während Deutschland in beschämender Art und Weise lahm liegt (und das wegen wenigen Zentimetern Schnee!) kämpfe ich mich langsam auf Weihnachten zu. Und endlich kann ich ein paar Basteleien zeigen, ohne irgendwem die Überraschung zu verderben. Meine Mitbewohnerin Corinna ist ein großer Froschfreund und da habe ich ihr ein Paar Frosch-Fimo-Ohrringe gebastelt. Ich habe mich erstmal an die “typische” Regenwaldfroschvariante gehalten und bin nicht mit bunten Pfeilgiftfröschen gekommen. Leider ist die Zeichnung an den Seiten nicht so schön zu sehen, wie eigentlich geplant (ich wollte möglichst naturgetreu bleiben).

Das Geschenk ist super angekommen und wird auch schon kräftig genutzt. Beim Fotografieren stelle ich dann jedoch immer fest, wie unsauber ich arbeite – lauter Fusseln und Dreck … ich muss irgendwie viel mehr aufpassen, damit meine Werke sauberer bleiben. Aber wenn man wenig Zeit hat, dann muss man irgendwo Abstriche machen. Wie gesagt, Corinna haben sie trotzdem gefallen und das ist die Hauptsache.

Vision: Die Natur des Menschen (II)

Sonntag, 26. September 2010 - Torsten Winkler

Nun ist es schon eine ganze Weile her, dass ich über meine Vision geschrieben habe. Zwischenzeitlich hatte ich diesen Artikel schon geschrieben, jedoch ging der in eine völlig andere Richtung als ich das wollte. Daher sitze ich jetzt noch mal dran und schreibe zielgerichteter.

Während sich der erste Artikel zur Natur des Menschen in der Vision hinter meiner Fotografie mit dem spirituellen Wesen befasst hat, geht es diesmal um einen fast schon rein wissenschaftlichen Gesichtspunkt.

Für mich funktionieren die Menschen nach bestimmten Prinzipien. Wir nehmen Informationen auf und verarbeiten diese, um dann daraus Schlüsse zu ziehen. Z. B.: Meine Hand wird warm. Das tut ja weh! Ah! Ich habe schon wieder auf die Herdplatte gefasst. Diese Aufnahme und Verarbeitung funktioniert meist ohne unser Wissen (also unbewusst), damit wir uns schnell in unserer Umgebung zurechtfinden, Gefahren entgehen und Nützliches (Futter, Unterschlupf etc.) finden können. Und dafür haben sich in Millionen von Jahren sinnvolle, schnelle Prinzipien ausgebildet, die uns unser Überleben sichern.

Wenn man nun einige dieser Prinzipien kennt und versteht, kann man sich diese zu nutze machen. Nehmen wir ein Beispiel. Warum ist Schärfe in Fotos für die meisten Betrachter so wichtig? Dies liegt an der Funktionsweise unserer Wahrnehmung. Wir haben unter anderem ein hocheffizientes System, was sich rein auf das Erkennen von Konturen spezialisiert hat. Dieses System meldet uns wo große Kontraste auf kleinstem Raum (sprich: eine Kontur/Linie) auftreten. Es ist extrem schnell, arbeitet unter widrigen Umständen (sogar bei minimalem Licht) und basiert nur auf Hell/Dunkel Unterschieden (kennt also keine Farben). Mit diesem System erkennt das Gehirn, wo sich etwas im Raum befindet. Wenn keine scharfen Konturen vorhanden sind, fehlen dem Gehirn also wichtige Informationen.

Aus diesem Grund werden unscharfe Bilder schnell als solche erkannt und als mangelhaft bewertet. Es ist auch der Grund dafür, dass bei einem Bild mit unscharfem Hintergrund, aber scharfem Hauptmotiv, das scharfe Motiv besonders heraus sticht. Im unscharfen Bereich fehlt dem Gehirn ein kompletter Teil des Wahrnehmungssystems, um etwas zu erkennen. Und dann kommt der Bereich wo plötzlich eine Vielzahl mehr an Informationen geliefert werden kann. Wie eine Oase in der Wüste erblüht sozusagen das scharfe Motiv für unser Gehirn.

Nun reicht es aus, diesen Effekt zu kennen, ohne die genauen Hintergründe zu wissen. Jedoch mit dem Verständnis für diese Hintergründe, ergeben sich neue Möglichkeiten oder Ansätze (zumindest theoretisch). Und man kann sich auf diesen Effekt dann auch verlassen, weil er bei jedem (gesunden) Menschen hundertprozentig funktioniert.

Zurück zu meiner Vision. Der Mensch funktioniert also zum großen Teil nach bestimmten Prinzipien, gerade was die Wahrnehmung betrifft. Wenn man diese Prinzipien zur Hilfe nimmt, hat man eine „Verständigungsbasis“, eine Art Grundsprache, mit der man mit allen Betrachtern verlässlich kommunizieren kann. Natürlich heißt das nicht, dass dann auch jedem gefällt, was man kommuniziert. Aber wie man etwas sieht, ist kein zufälliger Prozess. Und wenn ich weiß, welchen Weg der Betrachter meiner Bilder geht, dann kann ich diesen Weg so gestalten, dass er das sieht, was ich zeigen wollte.

PS: Ich bin natürlich noch weit davon entfernt, diese Angelegenheit gut umzusetzen oder anwenden zu können. Ich bin aber auf der Suche und lerne so gut ich kann …

PPS: Der Großteil der hier niedergeschriebenen Informationen zu unserem Wahrnehmungssystem stammt aus „Vision and Art. The Biology of Seeing“.

____________________

Heute will ich endlich mal meine Specksteinfiguren vorstellen. Wie mit Knete habe ich mich auch schon mit Speckstein früher etwas beschäftigt und wollte das mal wieder probieren. Und natürlich macht es immer noch Spaß. Da ich aber keine Ahnung von Bildhauerei habe, musste ich mal ein bisschen rumprobieren. Im Endeffekt habe ich wohl mehr geschnitzt als gebildhauert (oder wie heißt das?). Im übrigen sind die Augenlöcher mit Nachtleucht-Fimo gefüllt, so dass die Figuren ein Gesicht bekommen.

Das 1-Cent-Stück habe ich für den Maßstab dazugelegt. Für den Hund habe ich zum ersten Mal die Technik der Bildhauer angewendet, wo man auf den rohen Block die Umrisse aufzeichnet und dann herausarbeitet. Leider ist der Stein nicht so fest, dass ich noch feinere Formen ausarbeiten konnte – ein Stück Schwanz war schon abgebrochen und ein Bein zeigt auch schon einen Riss. Naja … es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
Euer Torsten Winkler

KEKSE!!!

Freitag, 20. August 2010 - Torsten Winkler

Heute hatte ich mehrere Shootings und ich bin etwas fertig, was Fotografie anbelangt. Der zweite Teil Mitarbeitershooting von meiner Zahnärztin (wo ich auch demnächst die Ergebnisse zeigen kann) und dann brauchte auch noch der Freund meiner Mitbewohnerin ein paar Fotos (auch da werde ich die nächsten Tage etwas zu zeigen haben). Doch heute will ich mich nicht weiter verausgaben und daher gibt es meine Fimo-Basteleien der letzten Tage.

Ganz besonders stolz bin ich ja auf das Krümelmonster. Also das habe ich so toll hinbekommen, das ich mich fast nicht wieder einkriege :) Und NEIN – das bleibt meins! Das wird in meiner WG einen schönen Platz bekommen und darf allen Lächeln ins Gesicht malen :) Die Miniatur Eierpackung finde ich auch ganz gut gelungen (die ist übrigens nicht mal 2 cm lang!), zumindest sieht sie in der Realität besser aus als auf den Fotos. Das Gesicht ist ein Versuch, wie ich die Fimotupfen-Technik vielleicht anwenden kann. Aber da muss ich noch ein bisschen üben, damit ein pointistischer Effekt entsteht, der auch gut rüberkommt. Ist nicht ganz so einfach, aber noch ist ja kein Meister vom Himmel gefallen ;)

Ganz neu (?)

Montag, 16. August 2010 - Torsten Winkler

In den letzten Tagen habe ich einge ganze Menge gebastelt (na klar – mit Fimo natürlich) und gemalt und mich mal nicht soviel aktiv mit Fotografie beschäftigt. Auf jeden Fall habe ich jetzt eine sehr interessante Technik entwickelt, die durch meine Vorliebe für Impressionismus inspiriert wurde. Es sind meine ersten Versuche damit, aber ich werde auf alle Fälle daran weiter arbeiten. Soviel ich gesehen habe, scheint es diese Technik in der Knetszene noch nicht zu geben. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Arbeit recht aufwändig ist – einzelne kleine Kneteteilchen werden Stück für Stück auf einen Grundkörper aufgesetzt … nicht jedermanns Sache ;)

Die Fotos sind übrigens alle mit meinem alten Pentax 24 mm Objektiv entstanden, dass ich nun endlich an meiner Canon einsetzten kann – dazu gibt es in den nächsten Tagen einen Artikel für alle Neugiereigen. Die Monsterchen sind alle kleiner als 3 cm und aus wenigen Millimetern Abstand aufgenommen. Bei den Fotos handelt es sich also noch um Tests, um herauszubekommen, wie das Objektiv so funktioniert.

An alle, die gern die Aufnahmedaten bei meinen Fotos sehen (und gleich schimpfen, wenn ich dies einmal vergesse), das Objektiv ist aus manuellen Zeiten (also manuelles Scharfstellen und Blende muss man auch per Hand festlegen) und daher werden diese Daten nicht übertragen/gespeichert. Die Fotos mit stark verschwommenem Hintergrund sind wohl mit 2,8 und die mit etwas mehr Schärfentiefe in etwa mit Blende 11 gemacht worden.