‘Allgemein’ Kategorie-Archiv

Als rasender Reporter unterwegs

Mittwoch, 22. Juni 2011 - Torsten Winkler

Heute gab es ein kurzes, aber kräftiges Unwetter über Leipzig. Und während ich mit meiner Mitbewohnerin in unserer Logia stand und wir uns angesehen haben, wie stark sich die Birken im Hinterhof neigten, passierte das wahre Spektakel auf der anderen Hausseite. Als ich aus dem Fenster blickte, fehlte irgendwie etwas … irgendwas war anders. Eine der Linden in unserer Straße fehlte. Ok, sie fehlte natürlich nicht, sondern sie lag in der Horizontalen. Auf einigen Autos.

Und was macht man als Fotografierender in so einer Situation? Man schnappt sich die Kamera und wird Reporter. Schließlich passiert es nicht alle Tage, dass einfach mal ein Baum vorm Haus umknickt. [Mein erster Griff war natürlich zum Telefon - doch als ich gesehen hab, dass ein Radfahrer am Telefonieren war, konnte ich mir dies sparen. Es gab auch keine Anzeichen für Personenschäden - es gibt immer noch Dinge, die wichtiger sind als Fotos!] So gut es ging, habe ich mich im noch recht ordentlichen Regen ans Dokumentieren gemacht und bin recht froh, dass meine Ausrüstung doch recht wetterfest ist (mehr als ich!). Ich war übrigens einer der ersten am Ort des Geschehens – nur eine Digitalkamera war vor mir am Werk. Und damit war ich auch deutlich schneller als das lokale Fernsehen.

Doch was nützen die besten Fotos von aktuellen Ereignissen, wenn sie dann niemand sieht? Also die LVZ-Online-Redaktion angeschrieben und Bilder gemailt. Etwas später gabs die Anfrage für größere Bilder und schwupps – meine Bilder stehen nun auf LVZ-Online.

Mittlerweile hat die Feuerwehr die Räumungsarbeiten eingestellt und die Straße ist auch nicht mehr gesperrt. Leider bleibt eine klaffende Lücke vor meinem Fenster, da nun ein Baum weniger auf der anderen Straßenseite zu sehen ist.

Beim Fotografieren fand ich die Szene mit dem Stadtrundfahrtbuss sehr interessant – Unwettertouristen, kaum das der Baum liegt. “Und hier sehen sie ganz brandaktuell die neuesten Sturmschäden …” Hoffen wir, dass es bei kleineren Sachschäden geblieben ist und alle heil zuhause angekommen sind.

[Nachtrag: Wie ich in den Kommentaren verlinkt habe, sind die Bilder 3 und auch 2 von der Presse in sehr ähnlichen Varianten verwendet worden. Da ich aus vielen Bildern diese 3 ausgewählt habe und gemacht hatte bevor irgendjemand von der Presse erschienen ist, zeigt mir, dass ich die Situationen recht gut einschätzen kann und fast schon recht professionell die interessanten Fotos finden kann. :) Das ist zumindest mein Schluss aus dieser Aktion. Wenn ich bei dpa oder dapd arbeiten würde, hätte ich vielleicht sogar Fotos an die Presse verkaufen können ... also beinahe fast ;) ]

Wolkenjagd

Samstag, 18. Juni 2011 - Torsten Winkler

Ich mag Wolken. Und ganz besonders mag ich es, wenn weiße Wolken vor tiefblauem Himmel stehen. In der Natur kommt das nicht ganz so vor, wie ich mir das wünsche und daher neige ich in meinen Wolkenfotos gern zum Übertreiben. Als ich gestern in der Logia saß und beim Lesen feststellte, dass ich lange keine Wolken mehr fotografierthabe und gerade die tollsten Wolken vor meiner Nase vorbeizogen – da musste ich die Kamera dazu holen und einige Wolken einfangen.

Momentan versuche ich noch herauszufinden, wie ich es hinbekomme, bei den Fotos ein sattes, kräftiges und doch dunkles Blau zu bekommen, ohne das es kitschig bunt wirkt. Trotz einiger Erfahrung und Übung bin ich noch nicht ganz da angelangt, wo ich hin will. Doch wer mich kennt, weiß, dass ich da wohl nie hinkommen werde – irgendwas ist immer noch nicht ganz exakt so, wie ich es mir vorstelle :)

Doch gerade im Vergleich zu meinen älternen Fotos fällt mir ein deutlicher Unterschied auf. Nebeneinander gehalten wirken viele ältere Wolkenfotos fast schon kunterbunt. Momentan finde ich das Naheschwarz-Blau deutlich treffender.

Fotos Fotoclubabend Juni 2011

Mittwoch, 15. Juni 2011 - Torsten Winkler

Gestern war wieder ein Treffen unseres Fotoclubs und ich hatte versprochen, mich diesmal um die fotografische Dokumentation des Abends zu kümmern. Natürlich hätte ich diese Aufgabe beinahe über den interessanten Diskussionen vergessen. Zum Glück nur beinahe. Da ich mein Zoomobjektiv nicht dabei hatte, blieb mir nicht viel als Alternative und so musste mein 17mm Weitwinkel für die Fotos herhalten. Man möge die entsprechenden Verzerrungen gnädig übersehen.

Gruppenfotos sind ein recht schwieriges Unterfangen. Zumindest finde ich, dass es keine leichte Aufgabe ist, eine Gruppe so abzubilden, dass es interessant aussieht und allen Abgebildeten gerecht wird. Nun waren die Fotos keine richtigen Gruppenbilder, doch es sind Bilder von unserer Gruppe (es waren nicht alle da) und damit sind es ja auch irgendwie Gruppenbilder. Von ein paar Kleinigkeiten abgesehen bin ich recht zufrieden mit den Ergebnissen. Darauf lässt sich aufbauen.

Und noch eine Information für Interessierte: Für die Vernissage unserer Ausstellung “Bilder der Schöpfung” am 30.6.2011 um 17 Uhr im Leukämiezentrum der Universitätsklinik Leipzig in der Johannisallee 32 a ist nun der offizielle Flyer in den Druck gegangen. Wer möchte, kann sich das PDF herunterladen (und an alle Freunde und Bekannte verschicken). Hier der Link zum offiziellen Ausstellungsflyer Bilder der Schöpfung (ca. 2,2 MB). Der Flyertext stammt aus meiner Feder, das Bild mit den drei Erdmännchen wieder von Fotoclubmitglied Rolf Steyernagel. Die Flyerveröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Universitätsklinik Leipzig.

Ausstellung: “Bilder der Schöpfung” im Kunstindex

Mittwoch, 1. Juni 2011 - Torsten Winkler

Heute möchte ich auf die Ausstellung vom Fotoclub Berggut aufmerksam machen. Seit ich vor etwas über einem Jahr zu dieser Fotogruppe gestoßen bin, ist es unsere erste Ausstellung. Sie trägt den Titel Bilder der Schöpfung – Eine fotografische Annäherung und hängt seit gestern in der Leukämiestation José Carreras der Universitätsklinik Leipzig (Johannisallee 32a). Die Vernissage findet ausnahmsweise etwas später statt – am 30.6 um 17 Uhr. Wer Interesse hat ist herzlichst willkommen!

Wir freuen uns besonders, dass unsere Ausstellung im Kunstindex.Leipzig erwähnt wird, den ich heute druckfrisch in die Hände bekam. Der darin veröffentlichte Text stammt von mir, das Bild Der Denker ist ein Foto von Fotoclubmitglied Rolf Steyernagel. Natürlich will ich euch den Abdruck nicht vorenthalten (mit freundlicher Genehmigung vom Kunstindex.Leipzig), schließlich hat man soetwas nicht alle Tage zu zeigen.

"unsere" Seite im Kunstindex.Leipzig Ausgabe Juni, Juli August 2011

"unsere" Seite im Kunstindex.Leipzig Ausgabe Juni, Juli, August 2011

Wie gesagt – die Bilder hängen und können zu den Öffnungszeiten zwischen 9 und 18 Uhr besichtigt werden (der Nachmittag ist zu empfehlen, da dann fast kein Betrieb im Gebäude herrscht). Der Titel der Ausstellung wurde gewählt, weil wir uns auf Fotografien von Tieren und Landschaften beschränkt haben. Alle 35 Bilder (4 davon sind von mir) sind im großen Format (ca. 75 x 50 cm) und durchaus sehenswert. Also – wer in Leipzig wohnt, der sollte es nicht verpassen und alle anderen: Koffer packen und nach Leipzig kommen ;) Ich hoffe wir sehen uns auf der Vernissage.

[Nachtrag: Natürlich wurde unsere Seite auch in der Online-Ausgabe des kunstIndex verwendet (Online-Artikel). Für Archivzwecke gibts auch den Screenshot.]

Ein Jahresausblick

Dienstag, 4. Januar 2011 - Torsten Winkler

Da möchte ich das Jahr 2011 mit einer Art Ausblick beginnen. Viele nehmen sich zum Jahreswechsel Dinge vor und versuchen diese im neuen Jahr dann beizubehalten. Davon halte ich für mich persönlich nicht viel, da ich der Meinung bin, dass man zu jedem Zeitpunkt mir guten Vorsätzen anfangen kann. Mein Ausblick soll eher eine Beschreibung von Zielen für dieses Jahr sein.

Für das Jahr 2011 steht schon fest, dass ich an einer ersten öffentlichen Ausstellung teilnehmen werde (Termin ist ca. Juni). Anfänglich war ich etwas zurückhaltend, doch langsam freue ich mich immer mehr darüber und bin schon gespannt auf das Ergebnis. In der fotografischen Entwicklung habe ich mir die Ziele gesetzt, weiter an meinen abstrakten Experimenten zu arbeiten. Ich plane deutlich mehr Zoobesuche, um mich in der Tierfotografie etwas weiter zu entwickeln. Im Bereich Kinderfotografie habe ich vor Schritte in eine wertschöpfende Richtung zu gehen (ich bleibe vorerst noch etwas wage was diesen Punkt betrifft). Und in der Makrofotografie möchte ich einen großen Schritt unternehmen, was jedoch an eine bestimmte technische Umsetzung gebunden ist. Für all diese Ziele habe ich schon einigermaßen präzise Vorstellungen, die bei Umsetzung dann auch verblogt werden ;) Weiterhin möchte ich die Übung im Portraitbereich nicht verlieren und vielleicht kommt ja eine Hochzeit hinzu …

Es gibt ein paar fototechnisch-materielle Ziele, die ich dieses Jahr verwirklichen möchte. Darunter fällt die Anschaffung eines Blitzgeräts (Teil der makrofotografischen Geschichte) und einiger damit verbundenen Kleinigkeiten. Auch plane ich die Anschaffung eines neuen Objektivs, wo ich jedoch noch nicht ganz klar entschieden habe, nach welcher Priorität ich handeln werde. Natürlich setzt dieser Plan voraus, dass ich mich finanziell entsprechenden Freiraum verschaffen kann.

Für den Blog habe ich geplant, eine ähnlich regelmäßige Bestückung wie im vorigen Jahr zu erreichen – ohne mich dabei jedoch unter Druck setzen zu wollen. Hierbei stehen die Umsetzung neuer und offener alter Übungen auf der Liste. Auch möchte ich die schwierige Aufgabe in Angriff nehmen, das erlernte der letzten Monate weiterzugeben. Letzteres wird etwas verzwickt werden, weil ich festgestellt habe, wie komplex und verzweigt viele für mich wichtige Ideen und Hintergründe sind. Aber ich werde sehen, ob und wie ich das hinbekomme.

Ebenfalls in der Planung ist die Abarbeitung meines weiter gewachsenen Bücherstapels. Durch einiges kämpfe ich mich schon vor, anderes steht noch aus dem letzten Jahr an (derzeit sind es 7 Fotobücher). Teilweise sehr interessante Dinge, die ich bei Gelegenheit natürlich ansprechen werde. Momentan muss ich aber noch über einigen Ideen brüten.

Nun gut – das war mein grober Ausblick für 2011. Es wird natürlich noch einige andere Sachen geben – ich werde sowohl das Basteln, als auch das Zeichnen nicht sein lassen und regelmäßig zeigen. Aber auch viele kleinere und spontane Sachen wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Ich bin schon sehr gespannt, was ich am Ende des Jahres so denke, wenn ich diesen Artikel dann nochmal hervorkrame. Ganz sicher wird es die eine oder andere Sache geben, die kleiner oder größer als gedacht geworden ist. Aber das ist ja auch das Spannende am Leben – man kann nichts wirklich genau vorausplanen und Überraschungen sind das Salz in der Suppe.

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Heute will ich Fotos von meinen einzigen treuen Winterfutterstellenbesuchern zeigen. Bis auf das Päärchen Ringeltauben lassen sich derzeit fast keine Vögel bei mir am Fenster blicken. Die werden auf den Balkonen im Hinterhof von zu vielen Leuten gefüttert, als das sie sich an mein Fenster auf der Straßenseite vorwagen.