Manchmal bin ich ja schon sehr kritisch, was meine Umwelt betrifft. Und zu einer Entwicklung der letzten Zeit muss ich nun doch einmal etwas sagen. Von einigen neuen Marketingkonzepten für Fotografen kenne ich die Ideen, dass man sich mit Twitter und Facebook eine Fangemeinde aufbauen kann und somit zu Einnahmequellen kommt (mal sehr grob übervereinfacht).
Abgesehen davon, dass Twitter nur desswegen so “groß” geworden ist, weil Journalisten mittlerweile nur noch bessere Schülerpraktikanten sind (von der Qualität her) und ihrer Aufgabe der gründlichen Recherche nicht mehr nachkommen können (Unfähigkeit) oder wollen (Faulheit). Aus lauter Unvermögen wurden dann aus Twittereien zu Ereignissen Nachrichten gemacht. Vor einigen Jahren hätte sich kein Journalist getraut, Gequatsche von einem x-beliebigen Dahergelaufenen als Nachricht zu verbreiten. Twitter ist ein Banalitätsportal. Der einzige Nutzen liegt darin, dass es so aussieht, als würde sich etwas bewegen – je mehr desto besser.
Ganz ähnlich ist es mit den Facebookseiten von Fotografen. Zum Teil ja ganz nett, was da so an Bildern gepostet wird. Doch Ziel ist eigentlich nur, möglichst viele Verfolger oder Fans zu bekommen. Dich wenn man sich das ganze mal mit etwas Abstand betrachtet, was passiert da eigentlich? Fotograf A verfolgt Fotograf B und C. C verfolg A und B und dann noch D. D verfolgt A und B usw. Doch was ist es eigentlich, wenn jeder jedem hinterherläuft? Ein wirres Hin- und Hergewusel und im Endeffekt alles nur ein mehr oder weniger komplexer Ringelreihen. Ein großer Spaß und alle freuen sich, dass sich was bewegt.
Bewegung scheint also das Zauberwort zu sein. Doch ist Bewegung allein kein Garant dafür, dass es vorwärts geht. Man kann sich den ganzen Tag wie wild abhampeln und steht immer noch am gleichen Fleck.
Ich sage nicht, dass diese (und andere ähnliche) Portale nicht auch ihren Nutzen haben. Doch bei allem muss man auch realistisch sein und sehen, dass die meisten Verfolger nicht die eigene Zielgruppe sind und das die Aktivitäten zur Steigerung des Bekanntheitsgrads (als Fotograf) die von den meisten so geschmähte Werbung ist. Und gerade im Kreise der Freunde ist es doch sehr merkwürdig, wenn einem jemand immer wieder seine eigenen Leistungen anpreist.
Als Kernpunkt meiner Aussage möchte ich also festhalten, dass es für die allermeisten Fotografen keinen Sinn macht, auf die genannten Marketingkanäle zu setzen. Und im Sinne der fotografischen Entwicklung ist es auch fraglich, ob die dort investierte Zeit einen Zins abwirft. Ich für meinen Teil denke, dass es wesentlich effektivere Wege gibt. Doch das sind nur meine Gedanken zu diesem Thema …
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Ich habe versucht ein Foto zu finden, was irgendwie zum Thema passt, doch außer ein paar Vogelbildern ist mir in meinem Archiv nichts angemessenes untergekommen. Die Frau Amsel habe ich euch noch garnicht gezeigt (zumindest nichts von diesem Fototermin). Und da sie so schön fragen drein schaut, soll sie heute mal zur Bebilderung herhalten.


























