Als ich vor einigen Tagen am Cospudener See den Wolkenzeitraffer aufgenommen habe, musste ich ja irgendetwas sinnvolles in dieser Stunde tun. Also außer nach Wolken schauen und die frische Luft nebst Sonne geniesen. Und da habe ich mich mit einer Aktivität aus dem bereits kurz erwähnten Buch “How to be an explorer of the world” befasst. Da ich bereits viele tolle Ideen aus dem Buch gezogen habe und in den nächten Monaten so oder so ähnlich umsetzen werde, werde ich an anderer Stelle noch genauer auf das Buch eingehen. An diesem Tag habe ich mit Exploration #11 angefangen. Diese Forschungsaufgabe lautet in etwa, dass man mehrere Dinge gleicher Art sammeln und genau betrachten soll – dabei sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Stücken wichtig und sollen dokumentiert werden.
Da ich mich auf einer großen Sandfläche befand, war es naheliegend Steine zu sammeln. Ich habe mir die Aufgabe gestellt, vorwiegend gelblich/rötliche Steine zu sammeln. Hauptsächlich, um sie auch für eine andere Aufgabe verwenden zu können, in der Farben die wichtigste Rolle spielen. Aber das ein anderes Mal … Bei meiner Suche konnte ich nach einer Weile nicht widerstehen und habe auch einige andere Steine mitgenommen, die mein Interesse geweckt haben. Nach etwa einer halben Stunde musste ich aufhören, weil mir immer mehr Steine gefielen und mitgenommen werden wollten. Es ist unglaublich, wie sehr sich die Beobachtungsgabe verändert, wenn man nach bestimmten Dingen sucht.
Heute habe ich den ersten Versuch unternommen, die gefundenen Steine zu fotografieren. Herausgekommen ist eine Portraitreihe mit erstmal nur 6 Steinen, die ich von 4 Seiten fotografiert habe.
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Die Steine sind alle mit den gleichen Einstellungen fotografiert und daher auch im gleichen Maßstab abgebildet. In den nächsten Tagen werde ich noch einige der (für mich) interessanten Steine so fotografieren. Dann sind jedoch die über 100 eigentlichen Projektsteine dran, die aber eine andere Behandlung bekommen. Im Endeffekt ist dies auch eine Weiterentwicklung eines Projekts, welches ich im vergangenen Jahr durchgeführt habe. Wer mich über meinvz kennt, der erinnert sich vielleicht noch an mein Projekt “eine handvoll Kaffee“, wo ich 99 Kaffeebohnen portraitiert habe. So in der Art soll es auch den Projektsteinen ergehen … warten wir mal ab :)


























Jetzt bist Du sozusagen “steinreich”.
:-))))))))))))))
“Wer mich über meinvz kennt, der erinnert sich vielleicht noch an mein Projekt “eine handvoll Kaffee“, wo ich 99 Kaffeebohnen portraitiert habe.”
+*##+/!§&=)!”(§*”1312//!==/§$%!%”…..
[Pet-R ist sprachlos.]
Du hast 99 Kaffeebohnen portraitiert!? *luftschnapp*
Ich bin leider nicht im VZ unterwegs. Gibts dieses Werk sonst irgendwo zu bewundern?
So, jetzt mal ernsthaft. Du hast wirklich immer tolle Projekte am laufen. Das mit den Kaffeebohnen klingt im ersten Moment irgendwie albern oder spleenig. Aber eins muss man Dir lassen: Du trainierst konsequent, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Der “fotografische Blick” ist für den Fotografen schließlich überlebenswichtig. Und in diesem Zusammenhang finde ich die Übungen, die Du dazu hier öffentlich machst, sehr interessant. Also: “Weitermachen und fleißig berichten!”
Frohes Werkeln und viele Grüße
Pet-R
eigentlich bin ich ja für kalauer zuständig, aber schön, dass ich nicht der einzige bin, der soetwas zu würdigen weiß (meist gibts ja nur verleierte augen als dank).
die 99 kaffeebohnen habe ich vor ca. einem jahr fotografiert und da hab ich einen ungünstigen aufbau genommen – ergebnis, von der qualität her bin ich nicht zufrieden (es gab in der mitte einen milchigen helleren bereich, den ich mehr schlecht als recht weggemacht habe). außerdem habe ich eine ungünstige kaffeesorte benutzt etc. … ich bin also nicht wirklich zufrieden. auch hatte ich nachgedacht, das projektergebnis hier mal zu posten, doch wie gesagt, bin ich nicht so begeistert.
was interessant war bei dem projekt: da ich alle bohnen gleich fotografiert habe, hat man nach einer weile angefangen die unterschiede zu sehen und wie gravierend die sind. und ja – es war ein spleeniges projekt :) aber irgendwie war es dadurch dann auch wieder schön :)
viele liebe grüße
torsten :)
Achso, das war ein “Gruppenfoto”!? Direkt nach dem Betrachten der Steinfotos dachte ich, Du hast 99 Kaffeebohnen jeweils einzeln vor die Linse gelegt und dabei 99 Fotos gemacht. 99 Kaffeebohnen als Stillleben könnte ich mir durchaus vorzeigbar vorstellen, wenn es gut gemacht ist: Zum Beispiel aufgebaut als 10×10 Matrix mit einer Zahnlücke mittendrin.
Als Praktikant habe ich – !rein dienstlich! ;-) – manchmal ganz ähnliche Fotos gemacht. Nur lagen da statt Kaffeebohnen Schrauben oder irgendwelche anderen Autoteile auf einer gefliesten Fotoplatte.
bild 1- lendenstück/antrikot? bild 16- kebab im schnitt! und der letzte stein erinnert mich an baguette mit butter und kräuter drin. hmmm…nur das ESSEN heute auf der speisekate! :P mehr schaffe ich leider nicht im sinne, dass ich mehr leider nicht sehe.
ps: ich muss es noch verdauen.
bild 5- embrion?!
Pet-R: du hattest schon richtig verstanden. ich hab 99 fotos von einzelnen kaffeebohnen gemacht :) na vielleicht werde ich das ja doch nochmal präsentieren, auch wenn mir die mängel deutlich ins auge springen … mal sehen :)
honigE: sei vorsichtig! die steine sind hart und liegen schwer im magen ;) ich wollte meine interpreatationen von den formen nicht aufschreiben, damit ihr nicht beeinflusst werdet. bei einigen liegst du aber sehr nahe an dem, was ich mir auch gedacht habe. der embrio ist z.b. auch mein erster gedanke gewesen.
viele liebe grüße
torsten
Also ich finde das richtig spannend, wie verschieden Steine aussehen können. Vor vielen vielen Jahren wollte ich mir mal ein Runenset aus flachen Steinen herstellen – da genügend etwa gleich grosse und etwa ähnlich aussehende Steine zu finden war definitiv eine Herausforderung.
Ein Embrio beim zweiten Bild war auch spontan meine erste Reaktion, das Bild nr. 23 erinnert mich an ein Monster mit scharfen Zähnen und das letzte Bild sieht wie ein Herz aus :-)
na! du hast selber also gesagt, dass die steine nicht zu verdauen sind. dein erster gedanke ist mein letzter gedanke. der grund hierfür ist der jahrgang (anscheinend). in deinem hat man viel von der kleverheit und schlauerheit vergeben und in meinem gabs die süßheit und putzigkeit. und glaube mir, dass es auch SO gut ist. wer weiß, ob ich meine kommentare auf deinem blog sooo aufschlussreich verfassen würde, wenn ich zusätzlich eine dritte großhirnhemisphären gehabt hätte :P
ps: und bitte mach mir keine angst! ich zähle nicht zu den personen, die sich gerne unter jeglichen drucken setzen lassen. danke!
“druck” musste da stehen.