Monatsarchiv September, 2010

Pieksig

Dienstag, 28. September 2010 - Torsten Winkler

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein paar Zierdisteln vom Einkaufen mitgebracht. Die sind mir ins Auge gestochen :) [Entschuldigung - da hab ich mal wieder die Kalauerkiste weit aufgemacht.] Und während draußen Dauerregen die Wassertolleranzgrenzen von Mensch und Tier auslotet, habe ich mir mal die Distel vorgeknöpft. Irgendwie gibt es dieses Jahr keine Dahlien in den Blumengeschäften und so habe ich bisher noch nicht wirklich viele Blüten fotografiert. Voriges Jahr war das irgendwie ganz anders …

Mir gefallen die Bilder 7 und 8 am besten, da mag ich die Farben besonders. Naja … hauptsächlich waren die Fotos mehr dafür, dass ich nicht ganz aus der Übung komme ;)

Zum Schreien!

Montag, 27. September 2010 - Torsten Winkler

Wenn es etwas gibt, was ich nicht abkann, dann ist es intellektuelles Geschwafel. Ganz besonders, wenn an allen Ecken und Enden die absolute Inkompetenz der Schaumschläger durchkommt. Und noch eine Steigerung ist, wenn diese Leute mit Fakten konfrontiert werden und wie ein kleines Kind aufstampfen und auf ihrer Dummheit bestehen. Genau das ist mir jetzt mal wieder passiert. Wo mir – als Dipl. Ing (FH) und mehrjährigen Physikstudenten – ein Mr. “Superbrain” falsche optische Grundlagen aufschwatzen wollte, um darauf eine Diskussion zu einem Ausstellungsstück (beim F-Stop Fotofestival) begründen zu können. Bei soetwas kann ich einfach nicht ruhig daneben stehen. Schließlich muss ich sonst in einer Welt mit noch mehr Dummheit leben und auch wenn diese grenzenlos ist, ist der Kampf dagegen wichtig.

Nur kurz unter uns – es ging um ein Foto, bei dem eine Person abgebildet war. Im Hintergrund verlief eine in alle Richtungen schiefe Wand (also links und oben war die Wand weiter vom Betrachter weg als unten rechts). Das Foto war bei Nacht aufgenommen, es gab einen Blitz und der befand sich nahe an der Kamera. Also eine ganz alltägliche Situation – für Fotografen und Betrachter. Die Person hatte nun einen Schatten (wie das meist so der Fall ist) der erst auf den Boden und dann auf die Wand traf. Nun war Mr. “Superbrain” der Meinung, dass der Schatten an der Wand einen Knick machen müsste – dies sei nicht der Fall, also habe der Künstler den Schatten bewusst manipuliert, um eine Aussage zu machen.

Dem zum logischen Denken fähigen Humanoiden fällt aber auf – wenn man sich nahe an der Punktlichtquelle befindet, die für einen Schatten ursächlich ist, gibt es keinen Knick. Egal wie die Wand oder das Objekt, auf den der Schatten fällt auch geformt ist, es gibt keinen Knick im Schatten. Dieser Knick entsteht erst, wenn man sich von der Lichtquelle seitlich entfernt. Das ist einfache Physik (Optik), da Lichtstrahlen sich geradlinig ausbreiten (mal abgesehen von Raumkrümungseffekten in der nähe extrem schwerer Massen). Oder man kann auch sagen es ist einfache Geometrie oder auch Vektorrechnung … egal – es ist simples Grundwissen. Und für alle, die keine Schule besucht haben ist es eine simple Beobachtung. Den eigenen Schatten wird man nie seitlich wegknicken sehen, weil sich die Augen nahezu auf der Grenze befinden, die die Lichtstrahlen passieren und den Rand des Schattens bilden.

Ich habe mal schnell ein paar stümperhafte Fotos nachgestellt, die das beschriebene zeigen sollen:

Bei den Bildern 2 und 4 sieht man, dass der Schatten (nahezu) keinen seitlichen Knick macht, wie auf den Bildern 1 und 3. Das Streitbild entsprach in etwa der Situation in Bild 2 und Mr. “Superbrain” wollte dort einen Knick im Schatten, ähnlich wie in Bild 1.

Ums gleich zu sagen – ich diskriminiere hier niemanden, der etwas nicht weiß oder mal falsch liegt. Das liegt mir fern, denn ich weiß selber viele Sachen nicht und liege nicht zu selten auch falsch :) Ich kritisiere nur dummes Gequatsche, mit dem Kunst weit außerhalb der eigenen Kompetenzbereiche gerechtfertigt wird. Und vor allem der geistigen Verbohrtheit, mit der manche Menschen klare, unbeugsame Fakten ignorieren und darüber reden, als wenn es Ansichtssachen sind. Von mir aus kann jeder der Meinung sein, die Erde ist eine Scheibe – doch wenn diese Meinung in meiner Gegenwart geäußert wird, werde ich immer etwas dagegen sagen müssen. Wenn Dummheit und Ignoranz sich zu “Pseudointellektuellem” zusammentun ist es erste Bürgerpflicht einzugreifen ;)

So … ich musste mir das mal von der Seele reden (außer mir brauchte das eigentlich auch niemand zu verstehen :D )

Vision: Die Natur des Menschen (II)

Sonntag, 26. September 2010 - Torsten Winkler

Nun ist es schon eine ganze Weile her, dass ich über meine Vision geschrieben habe. Zwischenzeitlich hatte ich diesen Artikel schon geschrieben, jedoch ging der in eine völlig andere Richtung als ich das wollte. Daher sitze ich jetzt noch mal dran und schreibe zielgerichteter.

Während sich der erste Artikel zur Natur des Menschen in der Vision hinter meiner Fotografie mit dem spirituellen Wesen befasst hat, geht es diesmal um einen fast schon rein wissenschaftlichen Gesichtspunkt.

Für mich funktionieren die Menschen nach bestimmten Prinzipien. Wir nehmen Informationen auf und verarbeiten diese, um dann daraus Schlüsse zu ziehen. Z. B.: Meine Hand wird warm. Das tut ja weh! Ah! Ich habe schon wieder auf die Herdplatte gefasst. Diese Aufnahme und Verarbeitung funktioniert meist ohne unser Wissen (also unbewusst), damit wir uns schnell in unserer Umgebung zurechtfinden, Gefahren entgehen und Nützliches (Futter, Unterschlupf etc.) finden können. Und dafür haben sich in Millionen von Jahren sinnvolle, schnelle Prinzipien ausgebildet, die uns unser Überleben sichern.

Wenn man nun einige dieser Prinzipien kennt und versteht, kann man sich diese zu nutze machen. Nehmen wir ein Beispiel. Warum ist Schärfe in Fotos für die meisten Betrachter so wichtig? Dies liegt an der Funktionsweise unserer Wahrnehmung. Wir haben unter anderem ein hocheffizientes System, was sich rein auf das Erkennen von Konturen spezialisiert hat. Dieses System meldet uns wo große Kontraste auf kleinstem Raum (sprich: eine Kontur/Linie) auftreten. Es ist extrem schnell, arbeitet unter widrigen Umständen (sogar bei minimalem Licht) und basiert nur auf Hell/Dunkel Unterschieden (kennt also keine Farben). Mit diesem System erkennt das Gehirn, wo sich etwas im Raum befindet. Wenn keine scharfen Konturen vorhanden sind, fehlen dem Gehirn also wichtige Informationen.

Aus diesem Grund werden unscharfe Bilder schnell als solche erkannt und als mangelhaft bewertet. Es ist auch der Grund dafür, dass bei einem Bild mit unscharfem Hintergrund, aber scharfem Hauptmotiv, das scharfe Motiv besonders heraus sticht. Im unscharfen Bereich fehlt dem Gehirn ein kompletter Teil des Wahrnehmungssystems, um etwas zu erkennen. Und dann kommt der Bereich wo plötzlich eine Vielzahl mehr an Informationen geliefert werden kann. Wie eine Oase in der Wüste erblüht sozusagen das scharfe Motiv für unser Gehirn.

Nun reicht es aus, diesen Effekt zu kennen, ohne die genauen Hintergründe zu wissen. Jedoch mit dem Verständnis für diese Hintergründe, ergeben sich neue Möglichkeiten oder Ansätze (zumindest theoretisch). Und man kann sich auf diesen Effekt dann auch verlassen, weil er bei jedem (gesunden) Menschen hundertprozentig funktioniert.

Zurück zu meiner Vision. Der Mensch funktioniert also zum großen Teil nach bestimmten Prinzipien, gerade was die Wahrnehmung betrifft. Wenn man diese Prinzipien zur Hilfe nimmt, hat man eine „Verständigungsbasis“, eine Art Grundsprache, mit der man mit allen Betrachtern verlässlich kommunizieren kann. Natürlich heißt das nicht, dass dann auch jedem gefällt, was man kommuniziert. Aber wie man etwas sieht, ist kein zufälliger Prozess. Und wenn ich weiß, welchen Weg der Betrachter meiner Bilder geht, dann kann ich diesen Weg so gestalten, dass er das sieht, was ich zeigen wollte.

PS: Ich bin natürlich noch weit davon entfernt, diese Angelegenheit gut umzusetzen oder anwenden zu können. Ich bin aber auf der Suche und lerne so gut ich kann …

PPS: Der Großteil der hier niedergeschriebenen Informationen zu unserem Wahrnehmungssystem stammt aus „Vision and Art. The Biology of Seeing“.

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Heute will ich endlich mal meine Specksteinfiguren vorstellen. Wie mit Knete habe ich mich auch schon mit Speckstein früher etwas beschäftigt und wollte das mal wieder probieren. Und natürlich macht es immer noch Spaß. Da ich aber keine Ahnung von Bildhauerei habe, musste ich mal ein bisschen rumprobieren. Im Endeffekt habe ich wohl mehr geschnitzt als gebildhauert (oder wie heißt das?). Im übrigen sind die Augenlöcher mit Nachtleucht-Fimo gefüllt, so dass die Figuren ein Gesicht bekommen.

Das 1-Cent-Stück habe ich für den Maßstab dazugelegt. Für den Hund habe ich zum ersten Mal die Technik der Bildhauer angewendet, wo man auf den rohen Block die Umrisse aufzeichnet und dann herausarbeitet. Leider ist der Stein nicht so fest, dass ich noch feinere Formen ausarbeiten konnte – ein Stück Schwanz war schon abgebrochen und ein Bein zeigt auch schon einen Riss. Naja … es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
Euer Torsten Winkler

Portraits Steffen

Freitag, 24. September 2010 - Torsten Winkler

Heute möchte ich mal die Gelegenheit nutzen, und einige Fotos zu zeigen, die ich vor etwas über einem Monat für Steffen (den Freund einer meiner Mitbewohnerinnen) gemacht habe. Steffen hat eine Webseite erstellt, auf der er sich vorstellt und die er bei Bewerbungen benutzen will. Dafür brauchte er Fotos und Vorlagen. Da war ich doch gern eine Hilfe.

Steffen ist Mediengestalter und wie ich meine ist er echt richtig gut. Allein schon seine Seite hat mich recht beeindruckt. Ich habe früher auch viel mit Flash gearbeitet und daher weiß ich, wieviel Arbeit in seine Seite gesteckt wurde. Also falls jemand einen guten Mediengestalter für Digital- und Printmedien braucht – schaut mal bei Steffen vorbei – am besten gleich mit einem Stellenangebot! Soweit ich weiß läuft der Bewerbungsprozess auf Hochtouren und somit haben schnelle Agenturen wohl noch eine Chance … http://www.se-desein.de/

So, erstmal genug Werbung für Steffen ;) Die Fotos, die er auf seiner Seite verwendet (also außerhalb seiner Gallery) habe ich gemacht und auch für die Scherenschnittfiguren sind die Fotos von mir :) Die Umsetzung als Scherenschnitt hat er gemacht und ich finde das richtig gut. Was man so alles aus dem Pixelmüll machen kann, den ich fabriziere … :D

Von den ganzen Fotos habe ich ein paar bearbeitet, um auch mal ein paar Fotos von einem männlichen Wesen zeigen zu können ;)

Mich erinnert Steffen übrigens total an Jack Sparrow :)

Draußen vom Walde …

Donnerstag, 23. September 2010 - Torsten Winkler

Heute gibts mal nur ein paar Knipsebildchen. Ich war im Wald Pilze suchen. Natürlich hatte ich für alle Fälle meine Kamera dabei, doch ich habe sie sehr wenig genutzt. Naja, ein paar Pilze hab ich euch also mitgebracht – vom Verzehr würde ich aber abraten ;)

Für leckere Speißepilze war es leider schon ein paar Tage zu spät (also zumindest an den Stellen in der Dübener Heide, wo wir gesucht haben). Wir haben zwar eine Mahlzeit zusammen bekommen, aber mussten dafür schon 2 Stunden suchen. Bei mir soll es morgen feine Steinpilzsuppe geben und dafür hat es für mich gereicht :)