Lolles Busenfreundin Paula

Donnerstag, 16. Mai 2013 - Torsten Winkler

Als Kooikerhondje Lolle noch in Leipzig wohnte, hatte sie eine allerbeste Freundin. Paula, das gleichaltrige Beagle-Mädel. Beide haben sich von Anfang an super verstanden. Wie praktisch, dass Paula am anderen Ende des Blocks wohnt und wir uns beim Gassigehen häufig über den Weg gelaufen sind. Auch hat Lolle sich ihr Geschäft meist solange verdrückt, bis wir bei Paula an der Tür vorbei kamen, weil sie ihr dann eine Nachricht hinterlassen konnte  …

Die Paula hat auch mal bei mir übernachtet. Nachdem sie alles Spielzeug von Lolle kaputtgebissen hatte, mussten wir uns im Garten austoben. Als Beagle braucht man ja auch etwas mehr Bewegung und da war der Schnee (es war im Dezember) egal. Paula ist noch eine Nummer frecher als Lolle und rassetypisch auch etwas dreister. So wurde sich unter anderem ein Lappen stibitzt und alles, was nicht niet und nagelfest war, musste erstmal dran glauben.

cool mit "Stockzigarre" # 1/4000 s # f/1,2 # iso 400 # 85 mm Meiner! # 1/1500 s # f/2 # iso 400 # 85 mm Fang mich doch! # 1/1500 s # f/2 # iso 400 # 85 mm und wieder weg ... # 1/1000 s # f/2 # iso 400 # 85 mm
Ich kann auch artig (für 1/1500 s!) # 1/1500 s # f/2 # iso 400 # 85 mm Aber was ist das da hinten? # 1/1500 s # f/2 # iso 400 # 85 mm lecker Ball # 1/1500 s # f/2 # iso 400 # 85 mm Lebt er noch? # 1/1500 s # f/2 # iso 400 # 85 mm

Das Fotografieren hat viel Spaß gemacht, weil Paula sich allein ausgetobt hat. Meine Arbeit beschränkte sich darauf, wichtige Dinge vor ihr zu retten, und zu warten, dass sie endlich etwas ruhiger wird. Durch die Übung mit Lolle war ich schon ganz gut trainiert und daher sind wirklich viele Fotos gelungen. Auch hier habe ich mal wieder das 85 mm Objektiv genutzt, was typischerweise eigentlich nicht für diese Art Fotos geeignet sein soll … was ich nicht bestätigen kann. Natürlich gibt es eine Menge Ausschuss, weil der Fokus nicht mitkommt. Doch ich hatte am Schluss immer noch über 150 Fotos, die zumindest in Ordnung waren. Was will man mehr?


Eisenbahnstraße (Leipzig)

Donnerstag, 9. Mai 2013 - Torsten Winkler

Seit ich denken kann, war eine Fahrt nach Leipzig für mich immer mit der Eisenbahnstraße (früher: Ernst-Thälmann-Straße) verbunden. Mit der Straßenbahn 13 (jetzt die 3), fährt man von Taucha nach Leipzig durch diese Straße, zu der ich immer schon ein sehr undefinierbares Verhältniss hatte.

Die Eisenbahnstraße ist – und war schon immer – kein Leipziger Schmuckstückchen. Touristen haben sich sicherlich noch nie hierher verirrt, obwohl der Hauptbahnhof nur wenige Meter entfernt liegt. Hier wohnen sehr viele Migranten, es gibt kaum noch einen deutsch geführten Laden und – soweit ich das gehört habe – ist hier die Drogenszene Leipzigs beheimatet. Es ist also kein Ort, an dem man gern viel Zeit verbringen möchte.

Und doch mag ich diese Straße irgendwie. Für mich steht sie wie keine andere Gegend Leipzigs dafür, dass wir keine normale Ostzonen-Stadt sind. Alle Problemfälle mal außen vorgelassen, freue ich mich immer wieder darüber, dass wir hier eine so große Vielfalt an Nationalitäten haben. Hier fühle ich mich mit der Welt verbunden, sehe leichte Parallelen zu echten Metropolen.

Da ich nun regelmäßig mit der Straßenbahn durch die Eisenbahnstraße fahre und dabei immer die Gegend nach möglichen Fotos absuche, brütete ich schon lange über der Idee, hier mal zu fotografieren. Als letztens endlich mal das Wetter, mein Terminkalender und mein innerer Schweinehund übereinstimmten, machte ich mich auf den Weg, die Ideen anzugehen.

Heilig-Kreuz-Kirche # 1/30 und 1/125 s # f/8 # iso 100 # 85 mm 1/180 s # f/5,6 # iso 200 # 85 mm 1/180 s # f/5,6 # iso 400 # 85 mm 1/125 s # f/5,6 # iso 200 # 85 mm
1/250 s # f/1,2 # iso 100 # 85 mm 1/180 s # f/5,6 # iso 200 # 85 mm 1/6 s # f/16 # iso 100 # 85 mm 1/1500 s # f/1,2 # iso 100 # 85 mm

Am meisten hatte mich der Blick auf die Heilig-Kreuz-Kirche gereizt. Die wollte ich in kontrastarmen Licht fotografieren – quasi als Kontrast zu meinen Stadtansichten in kräftigen Farben. Daher hatte ich auch einen bedeckten Tag ausgesucht. Die zweite Idee, die mich reizte, waren die Einfahrten. Diese geben einen Blick in eine andere Welt und ermöglichen einen [Achtung! tolles Wortspiel] Tunnelblick. Bei den letzten beiden Fotos kann ich mich nicht so ganz entscheiden, welches mein Favorit ist – was meint ihr denn dazu?

Da die Eisenbahnstraße für ihre Kriminalität berüchtigt ist, war mir beim Fotografieren etwas mulmig. Ich war allein und hatte mich immer etwas mehr als sonst umgeschaut und aufgepasst, wer sich in meiner unmittelbaren Umgebung aufhält. Das kam mir fast schon albern vor. Als sich dann zwei südländische Burschen im Vorbeigehen scherzhaft als Modelle anboten, lies ich dann die übertriebene Vorsicht sein. Trotz teurer Ausrüstung bin ich heil und lebendig wieder nach Hause gekommen ;)


Adieu Lolle

Sonntag, 21. April 2013 - Torsten Winkler

Lolle ist umgezogen. Seit gestern wohnt sie nicht mehr in Leipzig, sondern am anderen Ende von Deutschland. Nach eineinhalb Jahren mit dem frechen Kooikerhondje-Mädel ist es schon sehr traurig zu wissen, dass ich sie nur noch sehr selten sehen werde.

Zum Abschluß hatten wir das schöne Wetter Anfang der Woche für einen Ausflug zum Cospudener See genutzt. Lolle mag Wasser ja sehr. Wenn auch nicht so extrem wie z.B. Labradore, doch mit den Pfoten im Wasser herum zu stapfen, findet sie schon extrem toll. Da eine “steife Briese” wehte, gab es etwas Wellengang und mit der brennenden Sonne kam echte Ostsee-Stimmung auf.

Lolle in der Brandung # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle beim toben # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle auf Schatzsuche # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm kleine Unstimmigkeiten über die Spielregeln # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm

Bei solchen Gelegenheiten (Hund beim Spielen), mache ich gern Action-Fotos, weil dabei immer lustige Bilder heraus kommen. Oder zumindest sehr interessante Bilder. Es wird so manchen vielleicht überraschen, doch ich nutze da sehr gern mein 85 mm-Objektiv. Eigentlich ist es ja beim Fokusieren viel zu langsam für dererlei Fotografie. Doch gelingt es mir oft genug, ein scharfes Bild zu erhalten. Und dann ist die Qualität umwerfend. Ich mag die 85 mm einfach. Als Alternative habe ich 100 mm, die mir meist zu eng sind, oder (bis vor kurzem) 70 mm beim Zoom, die aber nicht so der Kracher waren (f/2,8er Zoom im Vergleich zu f/1,2 Festbrennweite). Gelegentlich nehme ich auch gern die 50 mm, doch die kommen an den Look und die Schärfe der 85 mm nicht heran.

Natürlich dürfen bei einem Strandbesuch mit Hund die Schüttelbilder nicht fehlen. Da ist mir eine ganz nette Sequenz gelungen. Mit 1/8000 s ist es auch kein Problem, die fliegenden Ohren und dergleichen festzuhalten.

Lolle spielt Strauß # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle tobt herum # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle tobt herum # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle tobt herum # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm
Lolle tobt herum # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle tobt herum # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle trocknet sich ab # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle trocknet sich ab # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm
Lolle trocknet sich ab # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle trocknet sich ab # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm Lolle trocknet sich ab # 1/8000 s # f/2 # iso 100 # 85 mm

Schade, dass es – auf absehbare Zeit – der letzte gemeinsame Ausflug war. Ich hoffe, beim nächsten Besuch wird sich Lolle noch an mich erinnern können. Trotz fortschreitenden Alters werde ich die kleine Kooiker-Dame sicher nicht vergessen können.


Nachtrag zur Vernissage “Leipziger Breitseite”

Mittwoch, 17. April 2013 - Torsten Winkler

Jetzt sind noch ein paar offizielle Vernissage-Fotos von der Uniklinik eingetroffen und die wollte ich euch nachreichen. Nicht zuletzt auch, weil zwei wichtige Personen auf den anderen Fotos nicht zu sehen waren – zum einen Klaus-Peter John, der Kurator, und PD Dr. med Hellmuth Obrig, der als stellvertretender Leiter der Tagesklinik für kognitive Neurologie die Begrüßungsworte gesprochen hat. Die Fotos sind von Jürgen Bischof.

Vernissage Leipziger Breitseite, Dr. med. H. Obrig # Foto: Jürgen Bischof Vernissage Leipziger Breitseite, Torsten Winkler bei der Begrüßung # Foto: Jürgen Bischof während sich Klaus-Peter John um die Gäste kümmert, ist Torsten Winkler ins Gespräch vertieft # Foto: Jürgen Bischof

Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat und Lust verspürt – die Tagesklinik ist täglich bis 17 Uhr geöffnet und bis zum 21.6.2013 hängen die Bilder noch.


“Leipziger Breitseite” die Vernissage

Sonntag, 31. März 2013 - Torsten Winkler

Letzten Dienstag fand in der Tagesklinik für kognitive Neurologie die Vernissage meiner ersten großen Ausstellung statt. Ich war entsprechend aufgeregt, habe aber alles bestens überstanden.

Ich fand, die Vernissage war eine schöne Veranstaltung. Es waren viele Freunde, Bekannte und mir Unbekannte erschienen und ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Dr. Obrig, der Leiter der Tagesklinik, sprach die Begrüßungsworte und Heike May sorgte mit Stimme und Gitarre für die passende musikalische Untermalung. Als wenn ich nicht schon genug Grund zum Freuen gehabt hätte, so war ich von ihren Country-Folk-Rock-Liedern nochmal besonders angetan. So fiel es mir etwas schwer, in dieser bewegenden Situation, vor Freunden und Fremden zu stehen, und einige sinnvolle Sätze zu sagen. Zum Glück habe ich durch den Fotoclub Berggut, bei dessen Veranstaltungen ich seit einem Jahr immer wieder vor Publikum sprechen muss, mittlerweile etwas Übung und komme immer besser mit der repräsentativen Rolle im Mittelpunkt zurecht.

Ich finde es auch sehr schön, dass ich auf einer solchen Veranstaltung mit vielen Leuten ins Gespräch komme (was eigentlich nicht so mein Ding ist). Immer wieder kommen neue Sichtweisen und Anregungen auf, die ich dann später berücksichtigen kann. Was mir besonders gefallen hat – ich habe mein Ziel erreicht, dass sowohl die (Foto-)Laien als auch die Experten die gezeigten Bilder gelobt haben. Natürlich nicht jedes gleichermaßen, doch jeder hatte ein oder zwei Favoriten. Im Endeffekt ist es mein Anspruch Fotos zu schaffen, die die Profis ansprechen, aber eben auch diejenigen, die sich nicht mit Kunst oder Fotografie befassen.

Vielen Dank auch an meine Fotofreunde Rainer Kästner und Wolfgang Teschner, die auf der Vernissage fotografiert haben, so dass ich ein paar schöne Fotos von der Veranstaltung zeigen kann. Der Nachteil, wenn man für sich selber oder den Fotoclub “auf der Bühne” steht, ist, dass man keine Möglichkeit hat, selber zu fotografieren. Doch inzwischen weiß ich, ich kann mich voll und ganz darauf verlassen, dass es trotzdem tolle Fotos gibt.

Vernissage "Leipziger Breitseite" # Foto: Wolfgang Teschner Heike May sorgt für den musikalischen Rahmen # Foto: Rainer Kästner Begrüßungsworte durch den Fotografen # Foto: Wolfgang Teschner
viel Andrang bei der Vernissage # Foto: Wolfgang Teschner Mein Stolz - meine eigenen Panoramarahmen # Foto: Rainer Kästner Überraschungsgast # Foto: Rainer Kästner
Fachgespräche auf der Vernissage # Foto: Rainer Kästner Fachgespräche auf der Vernissage # Foto: Rainer Kästner Fachgespräche auf der Vernissage # Foto: Rainer Kästner

Eigentlich war die Ausstellung nicht so geplant. Anfang des Jahres hat Steffen Herrmann mehr oder weniger die Ausstellungsmöglichkeit für mich eingefädelt. Ich musste mir nur noch ein Thema überlegen und entsprechende Bilder zusammensuchen. Da ich die Panoramen schon im Großformat bei mir herumliegen hatte, entschied ich mich für das Thema Leipzig. Dann mussten nur noch die Panoramarahmen besorgt werden und so entstand die “Leipziger Breitseite”.

Ganz besonders freue ich mich, dass ich jetzt meine eigenen Panoramarahmen besitze. So kann ich die ungewöhnlichen Formate in beliebigen Räumlichkeiten zeigen. Zu verdanken habe ich diese Möglichkeit Rolf Steyernagel, der die Rahmen für mich gebaut hat. Wie toll das Ergebnis aussieht konnten die Besucher der Vernissage mit eigenen Augen sehen. Rolf hat mich auch bei der Hängung der Bilder unterstützt (eigentlich hat er die meiste Arbeit gemacht, ich war eher sein Helfer). Durch diverse technische Problemchen hatten wir für die Hängung der 12 Bilder auch 7 Stunden benötigt. Ich glaube, das ist ein Rekord für die Ewigkeit!

Alles in allem habe ich durch die Ausstellung viel gelernt und eine ganze Reihe neue Kontakte geknüpft. Ich will versuchen, das künftig regelmäßig auf mindestens gleichem Niveau fortsetzen zu können.