Kugelamarant

September 3rd, 2010

Vor einigen Tagen hab mich eine lila Blütenpracht auf meinem Weg nach Hause angelacht und wollte unbedingt mitgenommen werden. Dem konnte ich einfach nicht widerstehen und musste den Kugelamarant in meinen Einkaufskorb packen. Die Blütenstände sind ca. daumennagelgroß (ok – wie bei meinem Daumen) und kräftig lila. In unserer Logia gab es dann ein wahres Farbenfeuerwerk (türkise Wand und blaue Stuhlbezüge – ich weiß, es ist grenzwertig!) und ich musste beim Bearbeiten dann Farbe herausnehmen, weil die Fotos einfach übersättigt waren. Doch hier meine Fotos von der Erkundung des Kugelamarants (ich kannte die Pflanze vorher noch nicht).

Mit gefallen die Fotos 6 und 8 am besten. Natürlich hatte ich bei allen Fotos die Kamera auf dem Stativ, denn derartige Belichtungszeiten kann nicht einmal ich mit Tricks verwacklungsfrei hinbekommen. :)

Schnelles Arbeiten

September 2nd, 2010

Da hat mir der Wolkenzeitraffer in HD von gestern doch den Mund wässrig gemacht. Ich dachte mir, das geht doch auch anders und länger und hab mal weiter geübt. Natürlich nicht mit Wolken, weil es soll ja nicht langweilig werden (außerdem waren gestern nicht so richtig geeignete Formationen am Himmel über Leipzig zu sehen). Was gibt es da noch interessantes für Zeitrafferaufnahmen? Genau – mich selber :D Und da habe ich mich beim Arbeiten fotografiert.

Für alle die es genau wissen wollen: Die gezeigte Zeitspanne beträgt 47 min. Alle 2 Sekunden wurde ein Foto gemacht (1/20 s # f 5,6 # iso 3200 # 24 mm). Insgesamt sind es 1419 Fotos geworden, dann war die Speicherkarte voll. Ich habe bei meiner Kamera das kleinste RAW-Format ausgewählt (es gibt 3 Größen), da ich 1. die Bilder noch nachbearbeiten wollte (und das in RAW besser geht als in JPG), 2. möglichst viele Bilder auf die Speicherkarte bekommen und Platz auf der Festplatte sparen wollte und 3. die Bilder nach der Bearbeitung sowieso verkleinert habe (auf HD-Format 1920 x 1080). Im Film habe ich jedes Foto für 2 Frames anzeigen lassen (also 15 Fotos pro Sekunde (mal 2 ergibt somit 30 fps)).

Als Musik habe ich wieder einen Titel von Danosongs.com verwendet, weil man die unter bestimmten Bedingungen kostenlos benutzen darf. Aus Zeitgründen (und das ist eine schäbige Entschuldigung!) habe ich bei der Anpassung der Musik ans Video nur wenig aufgepasst :( Bei künftigen Projekten muss ich da mehr Zeit investieren, damit es am Schluß auch stimmig ist.

Sehr interessant fand ich übrigens, was ich die ganze Zeit für ein Gesicht ziehe :) Und bevor Fragen kommen kann ichs gleich erklären: Ich arbeite an 2 Monitoren und daher springen meine Augen so wild hin und her. Die Kamera stand unten zwischen den beiden Monitoren. Es gab eine Unterbrechung, weil ich ein Packet bekommen habe (und natürlich auspacken musste). Und am Schluß esse ich einen Möhren-Apfel-Ingwer-Brei :D Hab ich noch etwas vergessen? Oh ja! Die Kamera war auf manuell eingestellt und daher gibt es leichte Unterschiede in der Helligkeit (mal schien die Sonne, dann gabs wieder Wolken und der Monitor hat auch mal helle und dunkle Sachen angezeigt). Ich glaube jetzt habe ich alles verraten, was es zu verraten gab, oder? :)

Ich komm runter

September 1st, 2010

In den letzten Tagen habe ich mich ja ein bisschen rar gemacht. Irgendwie brauche ich mal ein paar Tage Ruhe. Und ich habe endlich mal meinen “jeden Monat müssen 20 Beiträge kommen”-Druck verpuffen lassen. Also den Druck hab ich mir selbst auferlegt und nun erstmal verpuffen lassen :) Es soll mir ja Spaß machen und nicht eine Zahlenhetzerei werden …

Gestern bin ich mal wieder auf dem Dach herumgesprungen und habe versucht Wolken einzufangen. Da es nicht so richtig geklappt hat, habe ich mal ein paar Versuche mit Zeitraffern gemacht. Das werde ich sicherlich noch einige Male machen, weil zur Dynamik der Fotos halt noch die Dynamik der Bewegung hinzukommt. Da kommen “meine” Wolken noch besser zur Geltung.

Das waren übrigens Aufnahmen im Abstand von 2 Sekunden (1/6 s # f 8 # iso 100 # 24 mm). Für den ersten Versuch (also mit Zeitraffer in der Natur – einmal hatte ich ja schon hier: klick) schon recht gut geworden … Beim nächsten mal wirds länger und vielleicht sogar noch schöner ;) [Sorry, für den kleinen Unterbrecher in der Mitte - das wird beim nächsten Mal nicht wieder passieren.]

Dachturnerei

August 27th, 2010

Seit langer Zeit plane ich schon, mich mal genauer mit Langzeitbelichtungen zu befassen. Irgendwie klappt es dann aber nie, weil ich den richtigen Moment verpasse, oder diese oder jene Ausrede vorschiebe. Auch habe ich noch keinen schönen Standort gefunden, wo ich schnell hingelange und es sich trotzdem gut zum Fotografieren eignet. Ich muss einfach noch ein bisschen suchen. Doch jetzt habe ich mich ersteinmal dazu entschieden, öfters bei uns aufs Dach zu klettern und mich so ersteinmal einzuarbeiten. So geschehen heute.

Die Wolken waren etwas schnell heute, daher ist der Himmel recht weich. Naja … für den Anfang nicht ganz schlecht. Zumindest bleibt noch viel Raum für Verbesserungen :) Und solange ich nicht mit Kamera vom Dach stürze, ist es ja auch möglich, dass ich mich verbessere :D

Leinen los!

August 26th, 2010

Dieser Tage ist bei mir allgemein etwas Flaute (wie ihr vielleicht schon bemerkt habt). Auf Birgits Blog habe ich dazu einen Artikel gelesen, der sich mit den Flauten beschäftigt und was man da so machen kann. In meinem überaus klugen Kommentar dazu habe ich mich daran erinnert, dass ein Weg aus der Flaute das Rudern ist (um mal beim Bild der Schiffahrt zu bleiben). Na und wenn ich mich beim neunmalklug Daherschwatzen erwische, dann bekomme ich Strafarbeiten von mir auferlegt ;)

Ein Tipp (den ich schon an anderer Stelle gehört habe – ist also nicht von mir), um eine kreative Flaute zu überwinden ist, sich einfach in Bewegung zu setzen. Wenn man einmal in Bewegung ist, nimmt man Schwung auf und es geht dann meist von allein, dass eine Idee kommt oder ein Funke zündet. Mein Vorschlag war also, bei fehlendem Drang zu Fotografieren, für sich einfach anfangen ein paar Fotos zu schießen – völlig egal von was oder wie toll das wird. Es kommt nur darauf an anzufangen Fotos zu machen. Und wenn keine Idee kommt? Dann einfach den Ordnungs- und Sauberkeitszustand der eigenen Wohnung oder den Schreibtisch dokumentieren. Einfach irgendwas und dann mit den Ideen gehen, die dabei auftauchen. Die Bilder dürfen schlecht sein und müssen niemandem gezeigt werden! Man kann auch versuchen, die schlechtesten Fotos, die man je geschossen hat zu machen – es ist egal. Hauptsache man fängt an.

Nun gut. Ich habe also angefangen und in meinem Zimmer rumfotografiert. Etwas hier … etwas da … ach Mensch … eigentlich kein Bock. Doch dann habe ich ein bisschen Folie gesehen, die ich herumliegen hatte und nach den ersten zwei Fotos war für mich klar – ich mache wieder einmal ein paar “impressionistische” Fotos. Die mag ich sowieso und habe ich lange nicht mehr gemacht. Auf dem Display konnte ich nämlich schon erste Bilder entstehen sehen, die Ideen aus mir herauskitzelten. Ein paar Fotos später war ich erstmal zufrieden und habe mir alles in meinem Bearbeitungsprogramm angeschaut und dann war ich gleich noch zufriedener. In kurzer Zeit habe ich für mich interessante Bilder hinbekommen, die mich zumindest aus meinem gefühlten Loch gehoben haben.

Große Kunst? Nein! Tolle Fotos? Nein! Was dann? Naja – etwas, was mich heute in Schwung gebracht hat und vielleicht ein paar Ideen, die ich irgendwann mal gebrauchen kann. Und auf alle Fälle immer noch besser, als nicht fotografieren ;)