Dieser Tage ist bei mir allgemein etwas Flaute (wie ihr vielleicht schon bemerkt habt). Auf Birgits Blog habe ich dazu einen Artikel gelesen, der sich mit den Flauten beschäftigt und was man da so machen kann. In meinem überaus klugen Kommentar dazu habe ich mich daran erinnert, dass ein Weg aus der Flaute das Rudern ist (um mal beim Bild der Schiffahrt zu bleiben). Na und wenn ich mich beim neunmalklug Daherschwatzen erwische, dann bekomme ich Strafarbeiten von mir auferlegt ;)
Ein Tipp (den ich schon an anderer Stelle gehört habe – ist also nicht von mir), um eine kreative Flaute zu überwinden ist, sich einfach in Bewegung zu setzen. Wenn man einmal in Bewegung ist, nimmt man Schwung auf und es geht dann meist von allein, dass eine Idee kommt oder ein Funke zündet. Mein Vorschlag war also, bei fehlendem Drang zu Fotografieren, für sich einfach anfangen ein paar Fotos zu schießen – völlig egal von was oder wie toll das wird. Es kommt nur darauf an anzufangen Fotos zu machen. Und wenn keine Idee kommt? Dann einfach den Ordnungs- und Sauberkeitszustand der eigenen Wohnung oder den Schreibtisch dokumentieren. Einfach irgendwas und dann mit den Ideen gehen, die dabei auftauchen. Die Bilder dürfen schlecht sein und müssen niemandem gezeigt werden! Man kann auch versuchen, die schlechtesten Fotos, die man je geschossen hat zu machen – es ist egal. Hauptsache man fängt an.
Nun gut. Ich habe also angefangen und in meinem Zimmer rumfotografiert. Etwas hier … etwas da … ach Mensch … eigentlich kein Bock. Doch dann habe ich ein bisschen Folie gesehen, die ich herumliegen hatte und nach den ersten zwei Fotos war für mich klar – ich mache wieder einmal ein paar “impressionistische” Fotos. Die mag ich sowieso und habe ich lange nicht mehr gemacht. Auf dem Display konnte ich nämlich schon erste Bilder entstehen sehen, die Ideen aus mir herauskitzelten. Ein paar Fotos später war ich erstmal zufrieden und habe mir alles in meinem Bearbeitungsprogramm angeschaut und dann war ich gleich noch zufriedener. In kurzer Zeit habe ich für mich interessante Bilder hinbekommen, die mich zumindest aus meinem gefühlten Loch gehoben haben.
Große Kunst? Nein! Tolle Fotos? Nein! Was dann? Naja – etwas, was mich heute in Schwung gebracht hat und vielleicht ein paar Ideen, die ich irgendwann mal gebrauchen kann. Und auf alle Fälle immer noch besser, als nicht fotografieren ;)