Letzten Dienstag fand in der Tagesklinik für kognitive Neurologie die Vernissage meiner ersten großen Ausstellung statt. Ich war entsprechend aufgeregt, habe aber alles bestens überstanden.
Ich fand, die Vernissage war eine schöne Veranstaltung. Es waren viele Freunde, Bekannte und mir Unbekannte erschienen und ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Dr. Obrig, der Leiter der Tagesklinik, sprach die Begrüßungsworte und Heike May sorgte mit Stimme und Gitarre für die passende musikalische Untermalung. Als wenn ich nicht schon genug Grund zum Freuen gehabt hätte, so war ich von ihren Country-Folk-Rock-Liedern nochmal besonders angetan. So fiel es mir etwas schwer, in dieser bewegenden Situation, vor Freunden und Fremden zu stehen, und einige sinnvolle Sätze zu sagen. Zum Glück habe ich durch den Fotoclub Berggut, bei dessen Veranstaltungen ich seit einem Jahr immer wieder vor Publikum sprechen muss, mittlerweile etwas Übung und komme immer besser mit der repräsentativen Rolle im Mittelpunkt zurecht.
Ich finde es auch sehr schön, dass ich auf einer solchen Veranstaltung mit vielen Leuten ins Gespräch komme (was eigentlich nicht so mein Ding ist). Immer wieder kommen neue Sichtweisen und Anregungen auf, die ich dann später berücksichtigen kann. Was mir besonders gefallen hat – ich habe mein Ziel erreicht, dass sowohl die (Foto-)Laien als auch die Experten die gezeigten Bilder gelobt haben. Natürlich nicht jedes gleichermaßen, doch jeder hatte ein oder zwei Favoriten. Im Endeffekt ist es mein Anspruch Fotos zu schaffen, die die Profis ansprechen, aber eben auch diejenigen, die sich nicht mit Kunst oder Fotografie befassen.
Vielen Dank auch an meine Fotofreunde Rainer Kästner und Wolfgang Teschner, die auf der Vernissage fotografiert haben, so dass ich ein paar schöne Fotos von der Veranstaltung zeigen kann. Der Nachteil, wenn man für sich selber oder den Fotoclub “auf der Bühne” steht, ist, dass man keine Möglichkeit hat, selber zu fotografieren. Doch inzwischen weiß ich, ich kann mich voll und ganz darauf verlassen, dass es trotzdem tolle Fotos gibt.
Eigentlich war die Ausstellung nicht so geplant. Anfang des Jahres hat Steffen Herrmann mehr oder weniger die Ausstellungsmöglichkeit für mich eingefädelt. Ich musste mir nur noch ein Thema überlegen und entsprechende Bilder zusammensuchen. Da ich die Panoramen schon im Großformat bei mir herumliegen hatte, entschied ich mich für das Thema Leipzig. Dann mussten nur noch die Panoramarahmen besorgt werden und so entstand die “Leipziger Breitseite”.
Ganz besonders freue ich mich, dass ich jetzt meine eigenen Panoramarahmen besitze. So kann ich die ungewöhnlichen Formate in beliebigen Räumlichkeiten zeigen. Zu verdanken habe ich diese Möglichkeit Rolf Steyernagel, der die Rahmen für mich gebaut hat. Wie toll das Ergebnis aussieht konnten die Besucher der Vernissage mit eigenen Augen sehen. Rolf hat mich auch bei der Hängung der Bilder unterstützt (eigentlich hat er die meiste Arbeit gemacht, ich war eher sein Helfer). Durch diverse technische Problemchen hatten wir für die Hängung der 12 Bilder auch 7 Stunden benötigt. Ich glaube, das ist ein Rekord für die Ewigkeit!
Alles in allem habe ich durch die Ausstellung viel gelernt und eine ganze Reihe neue Kontakte geknüpft. Ich will versuchen, das künftig regelmäßig auf mindestens gleichem Niveau fortsetzen zu können.